Mehr Platz für Traisen und Gölsen

Plank: Optimale Verbindung von Hochwasserschutz und Ökologie

St. Pölten (NLK) - Das Land Niederösterreich und die Wildbach- und Lawinenverbauung des Bundes erarbeiten zurzeit ein Gewässerentwicklungskonzept für Traisen und Gölsen. Mit dieser umfassenden Planung werden die Grundlagen dafür geschaffen, um im Traisen- und Gölsental einen dauerhaften Hochwasserschutz zu verwirklichen und gleichzeitig den ökologischen Zustand der Flüsse zu verbessern.

Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, der Traisen und der Gölsen wieder mehr Raum zu geben. Auf diesen Flächen sollen die Flüsse im Hochwasserfall gezielt ausufern können, ohne Schaden anzurichten. Für Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank ist dieses Konzept richtungweisend: "Durch den gezielten Wasserrückhalt in Überschwemmungsflächen wird die Hochwassersituation entschärft und eine deutliche Verbesserung des ökologischen Gewässerzustandes erreicht."

Erste wichtige Zwischenergebnisse des Konzeptes wurden kürzlich Gemeindevertretern und Interessensvertretungen im Volksheim Traisen präsentiert. Demnach sollen künftig noch rund 470 Hektar Siedlungsgebiet vor Hochwasser geschützt werden. Dabei verfolgt man im Traisen- und Gölsental einen innovativen Ansatz, der in diesem Umfang wohl einmalig in Österreich ist: Der Hochwasserschutz soll nicht nur durch Schutzdämme in den Ortschaften, sondern auch durch gezielten Wasserrückhalt in dafür vorgesehenen Bereichen erreicht werden.

Berechungen zeigen, dass durch den geplanten Rückhalt von rund 2,1 Millionen Kubikmetern Wasser in Überschwemmungsgebieten die Sicherheit für die Ortschaften deutlich erhöht werden kann. Indem der Traisen und der Gölsen wieder Raum für schadloses Ausufern gegeben wird, kann die Hochwassersituation entschärft und gleichzeitig auch die Ökologie verbessert werden. "Wesentlich ist dabei auch, dass nur so Verschlechterungen für den Unterlauf infolge von neuen Hochwasserschutzanlagen im Oberlauf vermieden werden können. Mit der Sicherung geeigneter Flächen und einem Gesamtkonzept für den Wasserrückhalt können der Hochwasserschutz langfristig gesichert und Reserven für allfällige Veränderungen durch den Klimawandel geschaffen werden", so Plank.

Detailinformationen zu diesem Projekt gibt es im Internet unter www.traisen-goelsen.at. Als Ansprechpartner stehen Dipl.Ing. Erich Czeiner (Amt der NÖ Landesregierung, e-mail erich.czeiner@noel.gv.at) und Dipl.Ing. Grafinger (Wildbach- und Lawinenverbauung, e-mail johann.grafinger@die-wildbach.at) zur Verfügung.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, Dr. Christian Milota, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.

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