Fachkräftemangel - was macht das AMS OÖ?

Linz (OTS) - Überdurchschnittliche Fachkräfte-Nachfrage in Oberösterreich - Lehrlingszahlen stagnieren - AMS OÖ fördert Fachausbildungen für Jugendliche, Frauen und Personen mit Migrationshintergrund - Hoher finanzieller Einsatz

Nachfrage nach Fachkräften in OÖ besonders kräftig

Von 2005 auf 2006 stieg die Zahl der vom AMS OÖ akquirierten offenen Stellen von 57.400 auf 65.700 an (+14,5 %). Mit +19,4 % stieg die Zahl der qualifizierten Stellen (mindestens Lehrabschluss) besonders stark (von 28.400 auf 33.900). Im Vergleich zum Bundesschnitt (+12,5 % bzw. +14,7 %) ist dieser Anstieg deutlich kräftiger.

Neben qualifizierten Kräften in den Bereichen Metall, Büro und Bau werden Fachkräfte besonders in technischen Berufen gesucht. Neben der Förderung der Lehrausbildung setzt das AMS OÖ alles daran, zusätzliche Fachkräfte aus den Reihen der Wiedereinsteigerinnen und der Personen mit Migrationshintergrund zu gewinnen.

Lehrlingszahlen stagnieren

Nachdem von 2004 auf 2005 die Zahl der Lehranfänger um 6,5 % gestiegen war, blieb sie 2006 mit 8300 Jugendlichen nahezu konstant. Auch die Zahl der Lehrbetriebe (2006 rund 8200) blieb praktisch konstant, wobei 600 Unternehmen hinzukamen und fast ebenso viele wegfielen. Die massive Förderung der Lehrausbildung - 4300 Lehrlinge in allen Lehrjahren - hat den Lehrlingsbestand (2006 ca. 26.700 Jugendliche) nur auf hohem Niveau gehalten. "Das duale System kann selbst mithilfe massiver Förderungen offenbar nur gestützt, nicht aber ausgebaut werden, obwohl Land auf Land ab der Ruf nach Fachkräften erschallt", ortet Landesgeschäftsführer Roman Obrovski einen offenkundigen Widerspruch zwischen betrieblicher Nachfrage und Ausbildungssystem.

Reserven aktivieren

Um der Nachfrage nach Fachkräften entgegen zu kommen, hat das AMS OÖ im laufenden Geschäftsjahr die betriebsnahe Qualifizierung von Tausenden Jugendlichen, Frauen und gering qualifizierten Arbeitsuchenden geplant und setzt dieses Vorhaben um. Mehr wäre möglich:
"Eine aktuelle Erhebung unseres Fördermanagements bei 64 Betrieben aus der Metallbranche zeitigte Nachfrage insbesondere an CNC-Ausbildungen, gefolgt von Metallgrund- und Facharbeiterausbildungen. Wir könnten z.B. 100 geeigneten Personen aus dem Potential der arbeitslosen Migranten eine 13-wöchige CNC-Ausbildung mit einer fachbezogenen Sprachausbildung ermöglichen und sie anschließend vermitteln. Dieses Vorhaben kostet jedoch rund Euro 500.000. Das Geld dazu haben wir zumindest vorderhand nicht", bedauert Obrovski.

Hoher finanzieller Einsatz

"Allein für Ausbildungen mit Lehrabschluss wird das AMS OÖ 2007 (einschließlich ca. Euro 19 Mio. für die Lehrstellenförderung) etwa 26 Millionen Euro einsetzen. Insgesamt wird das AMS OÖ 2007 nach aktuellem Planungsstand rund 80 Millionen in die betriebsnahe fachliche Qualifizierung von Arbeitslosen investieren."

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