• 02.02.2007, 12:48:48
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Nachmittagsbetreuung an NÖ Pflichtschulen

106 Schulstandorte bieten Betreuung an

St. Pölten (NLK) - Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner
informierte heute im Landhaus in St. Pölten bei einer Pressekonferenz
gemeinsam mit Hermann Helm (Amtsführender Präsident des NÖ
Landesschulrates) über die Nachmittagsbetreuung von SchülerInnen an
den niederösterreichischen Pflichtschulen.

Gerade die moderne Arbeitswelt erwarte von den Familien eine immer
höhere Flexibilität. Entsprechend flexibel müssten aber auch die
Kinderbetreuungseinrichtungen sein, so Mikl-Leitner. "Jede und jeder,
der in Niederösterreich einen Kinderbetreuungsplatz braucht, soll
diesen auch bekommen." Das Land unterstütze dabei die Familien nach
der Größe, dem Alter der Kinder, ihren sozialen Bedürfnissen und der
Geldbörse. 2004 habe Niederösterreich als erstes Bundesland diese
Initiative gestartet, seit dem letzten Schuljahr gelte diese Regelung
bundesweit. Die finanzielle Unterstützung der Gemeinden als
Schulerhalter bei der Einrichtung der Nachmittagsbetreuung in den
Pflichtschulen mit maximal 10.000 Euro pro Jahr bei mindestens 15
Kindern, sei jedoch, so Mikl-Leitner, eine niederösterreichische
Besonderheit. Dadurch würden die Eltern für die schulische Betreuung
der Kinder an Nachmittagen mit Lernzeiten und Freizeiten pro Monat
höchstens 80 Euro zahlen. Das Modell hätte man 2004/2005 mit 24
Standorten begonnen. Mittlerweile würden in Niederösterreich 106
Schulstandorte mit rund 2.400 SchülerInnen die Nachmittagsbetreuung
anbieten.

Das Land habe gemeinsam mit einem Meinungsforschungsinstitut
nachgefragt, ob und wie sehr diese Nachmittagsbetreuung angenommen
wurde, sagte Mikl-Leitner. Von 2.000 ausgeschickten Fragebögen seien
- "eine sehr, sehr hohe Rücklaufquote" - 1.250 Antworten
zurückgekommen. Die Ergebnisse: Nur 18 Prozent der Befragten schicke
ihre Kinder die ganze Woche an Nachmittagen in die Schule. 9 Prozent
beanspruche diese Betreuung vier Tage pro Woche, 17 Prozent drei
Tage, 35 Prozent zwei Tage und 20 Prozent einen Tag. 44 Prozent der
Kinder würden bis 17 Uhr, 42 Prozent bis 16 Uhr, 10 Prozent bis 15
Uhr und 3 Prozent bis 18 Uhr in den Schulen betreut. Die Eltern
würden als Unterstützung eine Nachmittagsbetreuung brauchen, aber
individuell, weil sie einen Teil der Freizeit mit ihren Kindern
verbringen möchten, zeigte sich die Landesrätin überzeugt.

Die Einrichtung der Nachmittagsbetreuung setzt den Status als
ganztägige Schulform voraus. Der entsprechende Antrag muss bis 30.
März 2007 beim NÖ Landesschulrat eingereicht werden.

Weitere Informationen. "Aktionsteam Nachmittagsbetreuung", Ingrid
Helm-Doppler, Telefon 02742/9005-1-9005.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12312
http://www.noe.gv.at/nlk

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