APA-OTS Politikportalanalyse: Druck auf Strache steigt

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (26. Jänner bis 01. Feber 2007) belegt FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache Rang eins. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nimmt den zweiten Platz ein, gefolgt von Innenminister Günther Platter auf dem dritten Rang.

In Österreich wird die mediale Berichterstattung thematisch erneut von der Photo-Affäre des Heinz-Christian Strache dominiert. Der FPÖ-Chef muss sich auch weiterhin mit kritischen Diskussionen um seine Vergangenheit auseinander setzten. Mit dem Auftauchen eines weiteren Bildes ("Kühnen-Gruß") wurde das Feuer der Kritik neu entflammt. Strache geriet immer weiter unter Druck und versuchte sich in einer Grundsatzerklärung zu verteidigen. Der FPÖ-Obmann erreicht aufgrund dieser Thematik erneut mit 1582 Nennungen den ersten Platz des Rankings.

Auf dem zweiten Rang folgt ihm mit 902 Nennungen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Der SPÖ-Chef geriet vor allem mit seiner "Verharmlosung" der Strache-Affäre in die Schlagzeilen. In grünen Kreisen und Teilen der SPÖ stieß die zurückhaltende Milde des Kanzlers bei der Beurteilung der Bilder auf Unverständnis.

Innenminister Günther Platter belegt in dieser Woche mit 413 Nennungen den dritten Rang. Platter erreichte seine starke mediale Präsenz überwiegend im Zusammenhang mit dem Eurofighter Untersuchungsausschuss. Bei einer Zeugenaussage wurden prekäre Details zu einem Heeresfest 2003 (Schüsse auf Grasser-Photo) bekannt. Von grüner Seite wurde ihm weiters der mehrmalige private Gebrauch eines militärischen Luftfahrzeugs vorgeworfen. Zudem belastet den ehemaligen Verteidigungsminister ein im U-Ausschuss aufgetauchter Akt, der Fragen zu den Anschaffungskosten der Eurofighter aufwirft.

Unter den ersten Fünf des Rankings sind diese Woche weiters ÖVP-Abgeordneter und GÖD-Chef Fritz Neugebauer (Rang vier, 406 Nennungen, ÖGB-Wahl, "Zweigverein" - Abspaltungsstreit) sowie Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (Rang fünf, 348 Nennungen, Vorwürfe an Strache, Ortstafeln, Bundesratstag).

In das Top-30 Politikerranking sind unter anderem neu eingestiegen: Sozialminister Erwin Buchinger (Rang sechs, 279 Nennungen, Pensionsreform, Vermögenssteuer, "Haare lassen" für guten Zweck), Außenministerin Ursula Plassnik (Rang 23, 88 Nennungen, Hilfe für Libanon, EU-Konflikt Uni-Zugang), SPÖ-Klubchef Josef Cap (Rang 25, 85 Nennungen,) und BZÖ-Chef Peter Westenthaler (Rang 28, 76 Nennungen, Zeugenaussage FPÖ-Prozess).

Die ÖVP stellt in dieser Woche zwölf PolitikerInnen im Top-30 Ranking. Die SPÖ positioniert sich mit elf VertreterInnen, gefolgt von der FPÖ und BZÖ mit jeweils zwei Akteuren. Die Grünen konnten sich mit dem Eurofighter Ausschuss Vorsitzenden Peter Pilz (Rang neun, 192 Nennungen) im Ranking positionieren. Weiters finden sich im Ranking: ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer und Bundespräsident Heinz Fischer.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

Rückfragen & Kontakt:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
info@apa-mediawatch.at
http://www.apa-mediawatch.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001