Der Inneren Stadt droht finanzielle Knebelung

1.Bezirk als Schmuckstück Wiens zu bewahren, muss Stadt auch etwas wert sein

Wien (Innere Stadt) - "Wenn der 1. Bezirk von der Stadt Wien im
Zuge der Vorbereitungsarbeiten auf die Fußball EM 08 mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 2,4 Mio. Euro für die Sanierung von Ring, Kärntner Straße und Graben belastet und damit derart finanziell geknebelt wird, werden wir uns bald selbst den Austausch einer Glühbirne nicht mehr leisten können", skizziert Michael Saval, Vorsitzender der Bezirksentwicklungskommission und VP-Bezirksrat in der Inneren Stadt, das Worst-Case-Szenario.

"Das Bezirksbudget ist jetzt schon dermaßen eng bemessen, dass wir keine großen Sprünge machen können. Die Sanierung der Straßen, Schulen, Straßenbeleuchtung, Ampelanlagen oder die Straßenreinigung nehmen das Budget schon dermaßen in Anspruch, dass für stadtgestalterische Vorhaben kaum mehr was übrig bleibt", kritisiert Saval und warnt: "Unvorhergesehenes darf schon gar nicht passieren." Saval sieht eine deutliche Aufstockung der finanziellen Mittel für die Innere Stadt als Gebot der Stunde. "Jeder verantwortungsvolle Politiker wird einsehen, dass sich der Bezirk bei einem Jahresbudget von 3,8 Mio. Euro keinesfalls zusätzliche Ausgaben von 2,4 Mio. Euro für Sanierung leisten kann."

"Wo sind die Relationen und Prioritäten?", fragt sich Saval. Die Stadt Wien gibt für das Ronacher - einen mehr als fragwürdigen Umbau zur Musicalbühne - stolze 47 Millionen Euro - mehr als das zehnfache des Bezirksbudgets des ersten Bezirks - aus. Die Innere Stadt ist täglich Anziehungspunkt für mehr als 200.000 Menschen, die entweder die Innere Stadt besuchen oder hier ihre Arbeitsstätte haben. Das sollte sich auch beim Budget widerspiegeln, das aber derzeit lächerliche 0,038 % des Stadtbudgets beträgt. "Den berechtigten Wunsch der Stadtregierung, die Innere Stadt als Schmuckstück Wiens zu bewahren, muss der Stadt auch etwas wert sein. Weitere Kostenbelastungen durch die Stadt Wien könnten sonst bald eine ’zappendustere Innenstadt’ zur Folge haben", schließt Saval ironisch.

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