Kickl: Lehrlinge dürfen nicht zum Spielball rot-schwarzer PR-Politik werden

FPÖ-Lehrlingssprecher fordert Verbesserung der Berufsschulausbildung

Wien (OTS) - "Zumindest ist es erfreulich, dass seit dieser Woche auch SPÖ-Sozialminister Buchinger endlich die Jugendarbeitslosigkeit als gravierendes Problem ansieht", stellte heute FPÖ-Lehrlingssprecher NAbg. Herbert Kickl fest. Im Regierungsprogramm sei, wie übrigens bei vielen anderen sozialen Themen, nicht wirklich etwas davon zu bemerken gewesen. Die Tatsache, dass 44.955 Jugendliche in Österreich ohne Arbeit seien, sei nicht länger einfach so hinnehmbar, so der FPÖ-Lehrlingssprecher.

Alleine im Dezember 2006 habe es nach wie vor über 5.000 Lehrstellensuchende gegeben, dagegen aber nur 2.764 gemeldete offene Lehrstellen, gab Kickl zu bedenken. Zwar begrüße die FPÖ die Fortführung des Blum-Bonus als wichtige Förderungsmaßnahme für Lehrlinge, dies dürfe aber nicht dazu führen, dass man nun weiterhin die Hände genüsslich in den Schoss lege. Innovative Konzepte seien nun gefragt, so Kickl weiter.

Die FPÖ fordere immer wieder eine Verbesserung der Berufsschulausbildung. Wenn Buchinger zudem jetzt davon spreche, dass die neunte Schulstufe stärker als Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt zu sehen sei, dann sei dies ebenfalls seit langem ein Vorschlag der Freiheitlichen. Die FPÖ habe bereits mehrfach klargemacht, dass die polytechnischen Schulen in ein echtes Berufsfindungsjahr umzubauen seien. Zudem sollten die Kosten für den Lehrling während der Berufsschulzeit nicht vom Unternehmer, sondern von der öffentlichen Hand beglichen werden. Dies sei vor allem wichtig, um bei Klein- und Mittelbetrieben einen zusätzlichen Anreiz zur Lehrlingsausbildung zu schaffen, betonte Kickl.

Abschließend verwies der FPÖ-Lehrlingssprecher auch auf das Modell der Mittleren Reife. Dies sei eine weitere Chance, um Jugendlichen zu einem innovativen Ausbildungsplatz zu verhelfen. Dies könne in Form des Aufsetzens einer zweijährigen Realschule auf die Hauptschule erfolgen, die stark mit der betrieblichen Praxis verwoben sei, und nach deren Abschluss die Ausgangsqualifikation für eine verkürzte Lehre in dem behandelten Lehrberuf vorhanden wäre.

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