Grüne Wien forden Mehr Öffnungstage und mehr Partizipation in Schulen

Jerusalem: "Änderung der Ferienordnung darf sich nicht an Wirtschaft orientieren"

Wien (OTS) - "Dem Wunsch der Eltern nach einem Ferienplan, der organisatorisch auch von AlleinerzieherInnen handhabbar sei, muss selbstverständlich entsprochen werden", stellt die Schulsprecherin der Grünen Wien, Gemeinderätin Susanne Jerusalem fest. Übrigens sei die Forderung uralt, es habe Unterrichtsministerin Gehrer nur einfach nicht besonders interessiert, das Problem zu lösen. Es seien aber, so Jerusalem, nicht nur die autonomen Tage ein Problem, sondern es gehe um die Tatsache, dass SchülerInnen wesentlich mehr Ferien bräuchten als ihre Eltern Urlaub haben. "Man sollte daher die Öffnungstage der Schule großzügig erweitern und festlegen, in welchen Wochen Unterricht stattfinde und in welchen Wochen es ein attraktives Betreuungs- und Freizeitangebot gäbe", so Jerusalem. Damit wäre das Problem der Eltern mit einem Schlag gelöst. Darüberhinaus gehe es aber darum, endlich einmal zu zeigen, dass Partizipation kein leeres Schlagwort sei. Neben den Eltern seien auch die Schülerinnen und Schüler hauptbetroffen, also müsse man diese mitbestimmen lassen. Zurufe von allen möglichen und unmöglichen Seiten sollten für eine Änderung der Ferienordnung nicht maßgeblich sein.

Jerusalem erinnert daran, dass zuletzt die Wiener Semesterferien verschoben wurden, weil die Tourismusbranche das verlangt habe, Widerspruch kam von den Floristen, die den Valentinstag gefährdet sahen. Hingegen hätten sich die politischen Parteien dem Diktat pflichtbewusst gebeugt, die einzige Gegenstimme kam in Wien von den Grünen. "Es kann nicht sein, dass alles andere wichtiger ist als die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler. Ich erwarte jedenfalls von der Unterrichtsministerin, dass sie an der Seite der Kinder und Jugendlichen stehe und deren Vorschläge ernst nimmt", so Jerusalem. Das Mitreden und Mitgestalten der SchülerInnen steht nur in den Sonntagsreden von PolitikerInnen in Hochblüte, erinnert Jerusalem an zahlreiche Wortmeldungen in Landtagen und im Parlament. Die Mitsprache sollte sich aber nicht nur auf die Hauspatschenordnung beschränken und die Frage, ob diese nur für SchülerInnen gelte oder auch für LehrerInnen. "Schulische Mitsprache muss alle schulischen Bereiche betreffen, sonst werden Schulforum und Schulgemeinschaftsausschuss endgültig zur Alibieinrichtung", so Jerusalem abschließend.

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