Stummvoll: BAWAG-Causa hat Zusatzpensionen von 1.200 Angestellten auf dem Gewissen

Merkwürdiger Zusammenhang zwischen wertvollen Geschenken für BAWAG-Funktionäre und Karibikverlustgeschäften

Wien (ÖVP-PK) - Es ist ein eigenartiger Zufall, dass gerade an dem Tag, wo bekannt wird, dass der ÖGB aus Geldnot Zusatz-Pensionen streichen muss, sich der Banken-Untersuchungsausschuss mit der Frage beschäftigt, wie der ÖGB über seine Bank BAWAG Milliarden in der Karibik versenken konnte. Das sagte heute, Freitag, der ÖVP-Fraktionsführer im Banken-Untersuchungsausschuss Dkfm. Dr. Günter Stummvoll und bezog sich damit auf Aussagen des ÖGB-Finanzchefs Clemens Schneider im "Kurier". "Die BAWAG-Manager haben damit die Zusatzpensionen von rund 1.200 ehemaligen Angestellten des ÖGB auf dem Gewissen. Wo ist hier das soziale Gewissen des ÖGB, wenn riskant mit Milliarden jongliert wurde, aber älteren Menschen, die jahrzehntelang für die Gewerkschaft arbeiteten, ihr Geld nicht ausgezahlt werden kann? " fragt sich Stummvoll.

Eigenartig mutet in diesem Zusammenhang auch der Bericht im gestrigen "News" an, wonach es großzügige BAWAG-Geschenke an hochrangige Funktionäre gegeben habe. 1998 soll beispielsweise der ehemalige ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch dem Medienbericht zufolge mit gestylten Biergläsern, einem Computer, einem DVD-Spieler und diversen Kleinigkeiten Weihnachtsgeschenke im Wert von 17.575,80 Schilling erhalten haben, der ehemalige ÖGB-Finanzchef Günter Weninger neben einem Siemens-Akkustaubsauger um 298 Schilling einen Videorekorder um 10.393 Schilling.

Stummvoll: "Merkwürdig ist der Zusammenhang, dass es die meisten Geschenke offenbar zwischen 1998 und 2000 gab, - just in einem Zeitraum, in dem die Verluste aus den Karibik II-Geschäften auftauchten."

Der ÖVP-Politiker wies zudem die Kritik des SPÖ-Fraktionsführers im Untersuchungsausschuss Jan Krainer Freitag an der ÖVP als "absurd" zurück. "Die ÖVP hat von Beginn an gegen diesen Ausschuss gestimmt, weil wir ihn politisch nicht für verantwortbar und für einen Schaden für den Finanzplatz Österreich gehalten haben. Die ÖVP hat aber auch von Anbeginn erklärt, selbstverständlich konstruktiv mitzuarbeiten. Wir wollen rasch und zügig arbeiten, aber auch gründlich", so der Fraktionsvorsitzende. Dieser Appell sei auch an den Ausschussvorsitzenden zu richten.
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