BIO AUSTRIA: Biobauern leisten enormen Beitrag zum Klimaschutz

Wien (OTS) - 200.000 Tonnen an chemisch-synthetischen Düngemitteln werden in Österreich durch Biolandwirtschaft verhindert. Weltweit könnten 400-800 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) durch biologisch bewirtschaftete Böden aufgenommen werden.

Rund 20.500 österreichische Biobäuerinnen und Biobauern setzen sich mit ihrer täglichen Arbeit für aktiven Klimaschutz ein. Denn die heimischen Biobauern bewirtschaften bereits 400.000 Hektar der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Österreichs rein ökologisch mit organischen Düngemitteln wie Kompost oder Tiermist. Mit dem konsequenten Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel leisten sie einen enormen Beitrag für den Klimaschutz und die Gesellschaft.

Werden auf konventionell bewirtschafteten Böden rund 0,5 Tonnen an chemisch-synthetischen Düngemitteln pro Hektar ausgebracht -verzichten die österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern alleine im Jahr 2007 auf rund 200.000 Tonnen umwelt- und klimaschädigende Düngemitteln.

"Chemisch-synthetische Düngemittel sind extrem humuszehrend. Gerade dem Humus kommt bei der Abgabe und Bindung von Kohlendioxid eine große Bedeutung zu. Daher setzen wir Biobauern und Biobäuerinnen in unserer täglichen Arbeit auf eine humusmehrende, biologische Bodenbewirtschaftung. Alleine in Österreich verhindern wir so die Ausbringung von rund 200.000 Tonnen an chemisch-synthetischen Düngemitteln. Damit leisten wir einen enormen Beitrag für das Klima und den Umweltschutz - es ist höchst an der Zeit, dass das riesige Potential der Biolandwirtschaft weltweit erkannt wird, und entsprechende, politische Maßnahmen gesetzt werden. Wir Biobauern handeln - daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen!" - betont Ing. Johannes Tomic, Obmann von BIO AUSTRIA, Österreichs größter Biobauernorganisation, die Schlüsselfunktion der Biologischen Landwirtschaft.

Im Biolandbau finden sich zahlreiche Maßnahmen, die zu einer erheblichen Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes (CO2) sowie zur CO2-Bindung in der Landwirtschaft beitragen.

Die biologische Landwirtschaft verzichtet konsequent auf den Einsatz von leicht löslichen, mineralischen Stickstoffdüngern und setzt stattdessen auf organische Dünger wie Kompost oder Tiermist. Alleine dadurch werden beträchtliche Mengen an fossilen Energieträgern, also CO2-Verursachern vermieden.

Ein überaus großes Potential an CO2-Verminderungen liegt in der schonenden Bodenbewirtschaftung des Biolandbaus: Gründüngungen und andauernde Bodenbedeckung durch Pflanzen hält die Böden fruchtbar und verringert die Abgabe von Kohlendioxid aus dem Boden.
Gleichzeitig erfolgt durch die biologische Bodenbewirtschaftung der Aufbau von wertvollem Humus, so dass CO2 langfristig im Boden gebunden wird.

Wissenschaftler bestätigen: 400 - 800 Millionen Tonnen Kohlenstoff könnten jährlich von landwirtschaftlichen Böden aufgenommen werden.

Dass dem Biolandbau mit seiner humusmehrenden Wirtschaftsweise im Kampf gegen den Klimawandel eine Schlüsselfunktion zukommt, wird von namhaften Wissenschaftlern bestätigt. "Weltweit gesehen, wird heute in landwirtschaftlichen Böden mehr Humus abgebaut als aufgebaut, daher stellen landwirtschaftliche Böden eine Netto-Quelle von CO2 dar - stattdessen könnten sie CO2 in erheblichem Ausmaß binden. Mit verbesserten Bewirtschaftungsmethoden könnten jedes Jahr 400-800 Millionen Tonnen CO2 weltweit von landwirtschaftlichen Böden aufgenommen werden. Mit humusmehrenden Maßnahmen, wie dies in der biologischen Landwirtschaft praktiziert wird, kann dieses Ziel erreicht werden" - betont Dr. Wilfried Hartl vom Institut Bio Forschung Austria die Bedeutung des Biolandbaus im Kampf gegen den Klimawandel. Die Bedeutung von Bodenbearbeitung, Gründüngung und Komposteinsatz für den Humusaufbau in Ackerböden werden derzeit im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsprojekte von Dr. Hartl untersucht. Gleichzeitig werden verschiedene technische Verbesserungsmaßnahmen zum Boden- und Klimaschutz gemeinsam mit Biobäuerinnen und Biobauern unter Praxisbedingungen erprobt, und die daraus gewonnenen Erfahrungen mittels Seminare und Exkursionen weitergegeben.

Klimawandel beginnt im Einkaufskorb

Mit dem Kauf von saisonalen und regionalen Bio-Lebensmitteln unterstützen KonsumentInnen die österreichische Biolandwirtschaft und tragen damit aktiv zum Klima- und Umweltschutz bei. Hierbei kommt den österreichischen KonsumentInnen wie den heimischen Biobäuerinnen und Biobauern eine weltweite Vorbildwirkung zu. So stiegt der Konsum an biologischen Lebensmitteln im Jahr 2006 um rund 10 Prozent. Mit einem Anteil von 5,7 Prozent am gesamten, österreichischen Lebensmittelmarkt zählen Bio-Lebensmittel zu den Gewinnern des Jahres 2006.

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