Gefährlichste Unfallpunkte fehlen in Pühringer-Liste

Verkehrsreferent Erich Haider zu Unfallhäufungsstellen in OÖ

Linz (OTS) - Beim Verkehrssicherheitsgipfel am 4. Dezember 2006 wurde von Landeshauptmann Dr. Pühringer angekündigt, dass im Jahr 2007 20 bis 25 Unfallhäufungsstellen baulich saniert werden.

LH-Stv. Haider: "Das sind unerklärliche VP-Kriterien"

"Es ist mir unerklärlich, nach welchen Kriterien die Pühringer/Hiesl-Reihung durchgeführt wurde. Da sich der Landeshauptmann auf einen Vorschlag der Landesbaudirektion beruft, dürfte der eigentliche Sinn dieser Sanierungsmaßnahmen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Menschen zu schützen, einem Spargedanken zum Opfer gefallen sein. Gespart werden kann überall, jedoch auf keinen Fall bei der Sicherheit der Menschen", betont LH-Stv. Erich Haider

Der aktuelle Unfallstatistik-Bericht 2005 weist für Oberösterreich insgesamt 364 Unfallhäufungsstellen auf, für die es einen gesetzlichen Sanierungsauftrag gibt.

Vor kurzem haben Landeshauptmann Dr. Pühringer und Landeshauptmann-Stellvertreter Hiesl diese Liste mit einer Reihung der dringlichsten Unfallhäufungsstellen veröffentlicht. Verkehrsreferent Erich Haider ist mit dem Pühringer/Hiesl-Vorschlag zur Reihung der Sanierung der Unfallhäufungspunkte nicht einverstanden und lehnt ihn ab. Die Gründe sind folgende:

Statt 20 bis 25 werden nur 16 Sanierungspunkte vorgeschlagen "Bemerkenswert ist, dass diese Liste nur 16 Unfallhäufungspunkte beinhaltet", wundert sich der oberösterreichische Verkehrsreferent LH-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider, "und nicht, wie angekündigt, 20 bis 25".

Reihung erfolgte nicht nach dem objektiven Kriterium der Unfallhäufigkeit

"Außerdem ist mir unerklärlich, wie bei der Reihung dieser Liste vorgegangen worden ist. Bei der Durchsicht der Liste fällt auf, dass die Auswahl grundsätzlich nicht nach dem objektiven Kriterium der Unfallhäufigkeit erfolgte", wundert sich der oö. Verkehrsreferent. Die Experten der Abteilung Verkehrstechnik haben dem Landeshauptmann eine Liste mit den 47 gefährlichsten Unfallhäufungsstellen, gereiht nach der Zahl der Unfälle, vorgelegt.

Die jeweilige Gesamtzahl der verletzten und verunglückten Personen spielt scheinbar keine Rolle

Bei der Reihung der Abteilung Verkehrstechnik beträgt die Gesamtsumme der Verletzten 423 Personen. Vergleicht man diese mit der Stellenauswahl der Pühringer-Liste (durchgeführt von der Landesbaudirektion), werden damit lediglich 136 Verletzte zur Kenntnis genommen.

Die drei absolut gefährlichsten Unfallpunkte sind in der Pühringer-Liste nicht einmal enthalten

Auffallend ist, dass die drei bezüglich der Gesamtunfallzahlen (zwischen 2003 und 2005) gefährlichsten Häufungspunkte (B 128 Kirchdorf, B 3 Donaubrücke Mauthausen und B 3 Stadtgebiet Perg) mit einer Gesamtzahl von 66 verunglückten Personen nicht einmal in das Sanierungsprogramm aufgenommen wurden, hingegen jedoch sechs weniger dringliche Positionen.

LH-Stv. Erich Haider fordert einen neue, objektive Reihung

LH-Stv. Erich Haider: "Ich fordere eine neue, mit den Experten der Abteilung Verkehrstechnik abgesprochene und damit den Kriterien der Objektivität zugrundeliegende Reihung der dringlich zu sanierenden Unfallhäufungspunkte."

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