Lichtenecker: UNO-Klimabericht bestätigt dramatische Entwicklungen - Aktive Klimaschutzpolitik Jetzt!

Klimagipfel von Bundesregierung, Ländern und NGOs als Startschuss für nationale Klimaschutzoffensive

Wien (OTS) - "Die heutige Veröffentlichung des vierten UN-Klimareports bestätigt die Dringlichkeit nach einer aktiven Klimaschutzpolitik auf nationaler und internationaler Ebene," fordert Ruperta Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen.

Der Bericht unterstreicht, dass der Mensch die derzeit stattfindende globale Erwärmung verursacht. Die Erwärmung erfolgt schneller, als bisher angenommen. Statt wie bisher (2001) von einer Temperaturerhöhung bis 2100 um bis zu 4,4 Grad auszugehen, sind sogar Temperaturerhöhungen bis 6,3 Grad möglich. Die KlimaforscherInnen warnen vor einer Temperaturerhöhung über 2 Grad, da ab dieser Grenze die Klimaveränderung eine unkontrollierbare Dynamik erreichen würde. Um diese Grenze nicht zu überschreiten, ist eine Absenkung der Treibhausgasemissionen um 60 Prozent bis 2050 erforderlich. "Wir haben jetzt ein Zeitfenster zur radikalen Trendwende von maximal zehn Jahren," alarmiert Lichtenecker.

"Die derzeitige österreichische Klimapolitik von BM Pröll ist katastrophal," kritisiert Lichtenecker. Die jüngst veröffentlichten Daten des Umweltbundesamtes verzeichnen wieder einen Anstieg der Treibhausgasemissionen von 2,3 Prozent gegenüber 2004. Mittlerweile ist Österreich meilenweit vom Kioto-Ziel entfernt, statt einer Reduktion von 13 Prozent der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 bis 2010, haben die Treibhausgasemissionen um 18 Prozent zugenommen. "Das Ziel Österreichs muss es sein, eine aktive Klimaschutzpolitik auf nationaler und internationaler Ebene voranzutreiben", so Lichtenecker. "Die Einberufung eines Klimagipfels, noch im Februar, der den Bundeskanzler, Finanzminister, Energieminister und Umweltminister, sowie die UmweltreferentInnen der Bundesländer, die Parlamentsfraktionen und VertreterInnen der Ngos mit einbezieht, sollte der Startschuss für eine umfassende Klimaschutzoffensive sein," fordert Lichtenecker die derzeitige Regierung auf. "Auf EU-Ebene muss sich Österreich dringendst für eine Regelung der Kioto-Nachfolgeperiode einsetzen, damit eine Chance besteht, den Klimawandel zu stoppen," appelliert Lichtenecker.

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