Freie Berufe fordern Gleichbehandlung durch das Steuerrecht

Wien (OTS) - Die Freien Berufe reagieren auf die Äußerung des Finanzstaatssekretärs Christoph Matznetter, dass sie ohnedies keine Steuerförderung bräuchten mit Unverständnis. "Es geht nicht an, dass in Österreich Steuerpflichtige unterschiedlicher Klassen geschaffen werden und in einem völlig falschen Verständnis Freie Berufe, also Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Architekten, Notare, Wirtschaftsprüfer, Patentanwälte und Rechtsanwälte als Steuerpflichtige zweiter Klasse angesehen werden, die nur an den Belastungen, nicht aber an den Entlastungen eines Steuersystems teilnehmen. Eine solche Meinung ist unsachlich und abzulehnen", meint Dr. Gerhard Benn-Ibler, Präsident des Bundeskomitees für Freie Berufe dazu. Schon im Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat das Finanzministerium mit einer ähnlichen Begründung argumentiert. Der VfGH ist dem völlig zu Recht nicht gefolgt. Diese Argumentation neuerlich zu verwenden führt nur wieder zu einer nicht verfassungskonformen Lösung und nicht zu einem gerechten Steuersystem auch für Freie Berufe. Freie Berufe haben Anspruch darauf, dass sie ebenso fair wie andere Steuerpflichtige behandelt werden, denn letztlich zeigt sich die Qualität einer Steuerrechtsordnung auch daran, wie mit den Freien Berufen umgegangen wird.

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