Wiener Rettungsverbund: Patientenversorgung optimal organisiert

Wien (OTS) - "Vier für Wien" sehen Patientenversorgung durch das derzeitige System der Bettenvergabe optimal gewährleistet und warnen vor einer Verunsicherung der Bevölkerung. Die Abwicklung von Notfällen über die Leitstelle des Rettungsverbundes und die Rufnummer 144 garantiert eine schnelle und qualifizierte Betreuung der Patienten von der Erstversorgung bis zur Übergabe an ein geeignetes Spital.

"Vier für Wien" (Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hospitaldienst) warnen vor der Vergabe von Notfallbetten an Anbieter von Krankentransporten. Die Nutzung dieser wichtigen Ressourcen durch Einrichtungen, die nicht im Rettungsverbund der Stadt Wien tätig sind, könnte die Notfallversorgung in Wien gefährden.

Die Kritik, dass durch das so genannte Casus-System Patienten von Spitälern abgewiesen würden und langwierige Wartezeiten entstünden, weisen die "Vier für Wien" entschieden zurück. Vielmehr sei durch die Abwicklung der Notfallseinsätze über die Rufnummer 144 der rasche Einsatz von bestausgestatteten Rettungsfahrzeugen und qualifiziertem Personal möglich. "Nur so kann gewährleistet werden, dass die Patienten von der ersten Verdachtsdiagnose über den Transport bis zur Einweisung ins Spital optimal und fachgerecht betreut werden", so Robert Brandstetter, Geschäftsführer der Johanniter-Unfall-Hilfe Wien.

"Die 'Vier für Wien' legen höchsten Wert darauf, die Qualitätsstandards über die gesetzlichen Regelungen hinaus weiter anzuheben. Durch sorgfältige Ausbildung und regelmäßige Schulungen kann garantiert werden, dass die Mitarbeiter der 'Vier für Wien' immer am aktuellsten medizinischen Wissensstand sind", erklärt Thomas Wanasek, Landesrettungskommandant des Wiener Roten Kreuzes.

Würden Notfallsbetten auch durch Krankentransportdienste vergeben, könnten durch fehlerhafte Zuweisungen Betten belegt werden, die für echte Notfälle gebraucht werden. Erik Bolldorf, Bereichsleiter des Malteser Hospitaldienstes Wien: "Außerdem käme es mittelfristig zu einer Aufweichung der gesetzlich geschützten Notrufnummer 144, wenn Notrufe auch an Krankentransport- und Fahrtendienste gerichtet werden." Verzögerungen bei der Hilfeleistung und nicht fachgerechte Versorgung der Patienten wären die Folge.

"Tatsache ist, dass in keinem Spital der Stadt Wien Notfälle abgewiesen werden. Alle Behauptungen in diese Richtung sind unverantwortlich und führen lediglich zur Verunsicherung der Bevölkerung", so Oliver Löhlein, Landessekretär des Samariterbundes Wien.

Rückfragen & Kontakt:

Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich, Bereich Wien
Maga. Belinda Schneider, MAS
1080 Wien, Herbeckstraße 39, 1180 Wien
Tel.: 01/470 70 30/3913
Mobil: 0676/83 112 813
belinda.schneider@johanniter.at

Malteser Hospitaldienst Austria
Erik Bolldorf
Bereich Wien
1010 Wien, Börseplatz 6
Mobil: 0664/118 82 55

Samariterbund Österreich
Rettung und Soziale Dienste gemeinnützige GmbH
Maga. Martina Vitek
1150 Wien, Hollergasse 2-6
Tel.: 01/89 145-227

Wiener Rotes Kreuz -
Rettungs-, Krankentransport-, Pflege- und Betreuungsgesellschaft mbH
Thomas Wanasek
1030 Wien, Nottendorfer Gasse 21
Tel.: 01/79580-1403

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ARB0001