"KURIER"-Kommentar: Karin Leitner über Schmieds Aufgabe, die schulfreien Tage zu überdenken

Es ist höchste Zeit, bei den "schulautonomen" Tagen Ordnung zu schaffen

Wien (OTS) - Mehr Freiraum für die Schulen - das war ein
zentrales Thema von Ministerin Gehrer. Ein Resultat waren die "autonomen" Tage. Gut gemeint, schlecht durchdacht. Die Tage werden großteils nicht für den eigentlichen Zweck, die Lehrerfortbildung, genützt. Viele Schulen genehmigen sich Herbstferien. Bei günstiger Platzierung haben Schüler und Lehrer zehn Tage frei.

Die Eltern bringt das in Schwierigkeiten. Die Berufstätigen haben alle Mühe, eine gute Betreuung für die Kinder zu organisieren. Fast unlösbar ist es, wenn die Kinder in verschiedene Schulen gehen, die ihre autonomen Tage unterschiedlich ansetzen.

Die Politiker wissen seit Langem von der Misere. Gehrer war schon im Jahr 2000 "nicht glücklich" mit der Praxis.

Geschehen ist nichts. Eine Termin-Empfehlung für zwei Tage blieb ungehört. Vielleicht ändert sich jetzt etwas. Denn die Unzufriedenheit ist dokumentiert. Mehr als 80 Prozent von 127.500 befragten Vätern und Müttern wollen, dass Zwickeltage zentral verordnet werden.

Dies umzusetzen, ist die erste Bewährungsprobe für Neo-Ministerin Claudia Schmied. Es liegt an ihr, die Lehrergewerkschafter zu gewinnen. Die Radikalvariante wäre, die schulautonomen Tage zu streichen.

Sind 13 Wochen Ferien pro Schuljahr nicht genug?

Rückfragen & Kontakt:

KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
innenpolitik@kurier.at
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0002