SP-Stürzenbecher: Wohnenmanagement der Stadt Wien funktioniert

Auch deshalb keine Ghettos in Wien - Kritik von VP-Walter zurückgewiesen

Wien (SPW-K) - "In keiner anderer Millionenstadt auf der Welt funktioniert das Wohnenmanagement so gut wie in Wien. Hier gibt es keine Ghettos, keine verfallenen Stadtteile. Devastierte Häuser sind Einzelfälle und keinesfalls die Regel. In Wien gibt es keine Wohnungsnot wie in anderen Städten. Verantwortlich dafür zeichnet das umfassende, für alle Bevölkerungsschichten geschneiderte Angebot an Wohnraum", reagierte Mittwoch der Vorsitzende des Wohnenausschusses des Wiener Gemeinderates, Dr. Kurt Stürzenbecher, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu der auf der Basis eines Berichtes der Akademie der Wissenschaften und der darin geäußerten mögliche Ghettoisierung in einigen wenigen Wiener Bezirksteilen aufgeflammten Diskussion über die Wohnqualität. "Das von VP-Walter geforderte Wohnkonzept gibt es längst", betonte der SP-Gemeinderat.

"Neben der Errichtung von jährlich 5.500 durch die Stadt geförderte Wohnungen werden hohe Förderungen für die Stadterneuerung, speziell die Sanierung von Althäusern und deren Wohnungen bereitgestellt - und auch von den Hauseigentümern und den Mietern insgesamt eifrig lukriert", so Stürzenbecher weiter. Tausende Altwohnhäuser mit zehntausenden Wohnungen sind in den letzten Jahren damit rundum erneuert worden". Allein im vergangenen Jahr seien, so der Mandatar, 342 Millionen Euro für die Sanierung von Althäusern ausgegeben worden, fast 44 Millionen habe die Stadt in Form von Förderungen zugeschossen. Weitere 65 Millionen sind als gefördertes Darlehen für die Sockelsanierung zur Verfügung gestellt worden. Stürzenbecher: "Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann!"

Tatsache sei aber auch, so Stürzenbecher weiter, dass es mit einigen Besitzern von privaten Wohnhäusern Probleme gäbe. Diese würden sich zu wenig oder auch gar nicht um den Erhaltungszustand ihrer Objekte kümmern, der Erhaltungspflicht nicht nachkommen, sondern mit ihren Objekten spekulieren. Durch die Intensivierung der Tätigkeit der Gebietsbetreuungen, auch und vor allem hinsichtlich der Informationen über finanzielle Förderungen bei Althaussanierungen und der intensiven Information der Mieter über Förderungen für Wohnungsverbesserungen soll Abhilfe geschaffen werden, führte Stürzenbecher aus.

Zudem würden von Abwohnung bedrohte Grätzel hinsichtlich der Infrastruktur auch mit Hilfe der öffentliche Hand laufend umfassend saniert, meinte der Gemeinderat weiter. Als jüngste Beispiele dafür nannte er das Brunnenmarktviertel in Ottakring und das Volkertmarktviertel in der Leopoldstadt. Auch im Zuge der Errichtung von U-Bahnstationen würden die angrenzenden Gebiete in der Regel einem eingehenden "Face-Lifting" unterzogen. Stürzenbecher: "Eines muss aber auch klar sein: Allein mit dem ständigen Ruf nach immer mehr finanziellen Unterstützungen für sanierungssäumige Haubesitzer ist es nicht getan. Die Sanierung von privaten Althäusern kann hinsichtlich der Kosten keine Einbahnstraße für die SteuerzahlerInnen sein. Es fehlt in Wirklichkeit oftmals nicht am Geld, sondern leider oft am Willen von einigen Hausbesitzern. Wien steuert jedenfalls mit aller Kraft gegen eine mögliche Ghettoisierung von einigen Grätzeln", schloss Stürzenbecher. (Schluss)

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