VP-Walter: Gesamtkonzept in Wohnpolitik fehlt

Wien braucht koordiniertes Wohnungsmanagement

Wien (OTS) - Die heute präsentierte Studie wäre klarer Beweis dafür, dass die Integrationspolitik der Stadt im Sand verläuft. Die Probleme von MigrantInnen aus Ex-Jugoslawien im Bereich des Wohnens sind virulent, die Anzahl derer, die in schlechtesten Wohnverhältnissen leben, erschreckend hoch, so Stadtrat Norbert Walter. Das lange bekannte Problem der starken Konzentration auf einige Bezirke und Grätzel habe sich in den vergangenen Jahren noch verschärft und wäre ein nicht länger von der Hand zu weisendes Problem.

"Die Studie sollte ein deutliches Alarmsignal für die SP-Stadtregierung sein. Denn der Bereich Wohnen ist ein wichtiges Instrument für geglückte Integration, die eigenen vier Wände zentraler Bestandteil der Lebensqualität jedes Menschen", so Walter.

Die immer dichter werdende Ghettoisierung und die prekären Wohnverhältnisse zahlreicher MigrantInnen müssten den Verantwortlichen endgültig die Augen öffnen. "Es ist höchste Zeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Was Wien braucht ist ein klares, koordiniertes Wohnungsmanagement bei gleichzeitiger Qualitätsoffensive. Es ist zwar gut, dass die Standarderhebungen bei diversen Kategorien rasch vor sich gehen, aber offensichtlich reicht es nicht aus, nur eine Maßnahme zu treffen. Es fehlt ganz klar ein Gesamtkonzept", so Walter.

Dabei ist der Bereich Wohnen nur ein Baustein von vielen. Integration muss als Querschnittsmaterie, quer durch sämtliche politische Bereiche wie Arbeit, Bildung, Kultur und Soziales gesehen werden.

Norbert Walter: "Die Verantwortlichen der Stadtregierung müssen erkennen, dass Schönreden und Verdrängen die Probleme nicht lösen wird. Wien braucht für bessere Integration tiefgreifende, ernst gemeinte Lenkungsmaßnahmen - auch im Bereich des Wohnens."

Dabei sollte man vielleicht auch noch einmal überdenken ob es sinnvoll war, den Integrationsfonds aufzulösen und diesen wichtigen Bereich einem Beamtenapparat zu überlassen, der nur verwaltet.

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