Spindelegger besucht Aktion Leben Österreich

Zweiter Nationalratspräsident übernimmt Patenschaft

Wien, 31. Jänner 2007 (ÖVP-PD) Im Rahmen seines Amtsschwerpunktes "Soziales" stattete der Zweite Nationalratspräsident Dr. Michael Spindelegger heute, Mittwoch, der Aktion Leben Österreich einen Besuch ab. Die Aktion Leben ist ein privater Verein, der sich seit mehr als 50 Jahren für den umfassenden Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod einsetzt. Dabei konzentriert sich die Organisation nicht nur auf die Schwangerenberatung und Hilfe für Schwangere in Notsituationen, sondern betreibt auch Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die sich etwa der kritischen Beobachtung biomedizinischer Forschung und Entwicklung (Klonen, Präimplantationsdiagnostik, Euthanasie...) widmet. ****

Der Zweite Nationalratspräsident zeigte sich heute im Gespräch mit Mitarbeiterinnen der Aktion Leben sehr interessiert an deren Tätigkeit und nahm einige politische Anregungen und Anstöße mit. Besonders begrüßt wurde seitens der Aktion Leben das Regierungsvorhaben, die Menschenwürde in die Verfassung aufzunehmen. Auch der im Regierungsprogramm vorgesehene Ausbau von Familienberatungsstellen wird seitens der Organisation positiv bewertet, allerdings verwies man im Gespräch auf die Wichtigkeit des Ausbaus von auf Schwangerenberatung spezialisierten Stellen. Eine weitere Anregung der Aktion Leben betrifft die Einrichtung eines Hilfsfonds, auf den alle Schwangerenberatungsstellen
zugreifen können.

Besonderen Raum nahmen während des Gesprächs ethisch problematische biomedizinische Anwendungen ein. So fordert die Aktion Leben die Beibehaltung des Verbots der Präimplantationsdiagnose ebenso wie ein klares Verbot des Klonens von Embryonen und der Forschung mit embryonalen Stammzellen. Spindelegger verwies auf seine frühere Tätigkeit im Europäischen Parlament, wo er mit Gleichgesinnten des Öfteren "hinhaltenden Widerstand" gegen ethisch problematische Vorstöße zu leisten gehabt habe. Er nannte in diesem Zusammenhang die Frage der Sterbehilfe
und jene der Patentierung menschlichen Lebens.

Die Vertreterinnen der Aktion Leben erkundigten sich außerdem über den Fortbestand der Bioethikkommission des Bundeskanzlers, die unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel eingerichtet worden war. Spindelegger versicherte, sich bezüglich deren Fortbestand unter dem nunmehrigen Bundeskanzler zu erkundigen und nahm die Anregung mit, dass bei deren Zusammensetzung nicht nur die Forschungseinrichtungen, sondern vor allem auch Behinderten- und Lebensschutzorganisationen eingebunden sein müssten.

Zum Abschluss übernahm Spindelegger eine Aktion Leben-Patenschaft und sagte damit einer Frau bzw. einer Familie zu, sie ein Jahr lang jedes Monat mit einem fixen Betrag zu unterstützen. Die Auswahl der Personen, die eine Patenschaft der Aktion Leben erhalten, wird von einem Team von Beraterinnen der Organisation getroffen. Es sind junge allein stehende Mütter oder Familien, die die Beratungsstelle der Aktion Leben aufgesucht haben und sich in großen finanziellen Notsituationen befinden.

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