Umfrage zeigt klar: Österreicher für Miteinander und gegen generelle Rauchverbote

Trinkl: "Bevormundung und Verbote sind der falsche Weg" - "Rauchern muss ein menschenwürdiger Platz bleiben"

Wien (PWK067) - "70 Prozent der Österreicher sind gegen ein generelles Rauchverbot in Gastronomiebetrieben, nur rund 20 Prozent aller Befragten sind dafür", ruft Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums Tabaktrafikanten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), vor dem Hintergrund der von der EU losgetretenen Debatte um ein generelles Rauchverbot die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung in Erinnerung. Sogar nur 26 Prozent der befragten Nichtraucher plädieren für ein absolutes Rauchverbot, 67 Prozent sprechen sich für zwei getrennte Bereiche aus. "Die aktuellen Ergebnisse aus Österreich zeigen, dass Herr und Frau Österreicher den Weg des Miteinander und der Gemütlichkeit gehen wollen. Bevormundung und Verbote sind der falsche Weg", sagtTrinkl. Aus eigener Erfahrung wissen die Trafikanten, dass die Raucher, ihre Kunden, die derzeitigen Vorschläge und Pläne rund ums Rauchen als Kesseltreiben empfinden. Die professionelle Durchführung der Untersuchung oblag dem Institut OGM, befragt wurden 1.001 Österreicherinnen und Österreichern aus allen Bundesländern, Alters- und Berufsgruppen. Die Ergebnisse der Studie stehen (als Powerpoint-Präsentation visualisiert) auf http://www.wko.at/tabaktrafik/umfrage.pdf zur Verfügung.

Ganz klar deklarieren sich die Trafikanten in Österreich in Sachen Jugendschutz: "Wir Trafikanten bekennen uns zum Jugend- und Nichtraucherschutz", stellt Trafikanten-Branchensprecher Trinkl klar. "Ob in der Gastronomie oder in öffentlichen Gebäuden wie Flughäfen oder Bahnhöfen - es muss ein Miteinander geben, bei dem Rauchern ein menschenwürdiger Platz bleibt", schlägt Trinkl als österreichische Lösung vor. Nicht Verbote sind gefragt, sondern Kreativität bei der Kennzeichnung der Lokale, bei der Belüftung, der Information der Kunden und Gäste sowie bei der Aufteilung der Bereiche für Raucher und Nichtraucher.

In der Umfrage zu Rauchverboten wurden auch Motive abgefragt: 63 Prozent der Befragten begründeten ihre Ablehnung eines Rauchverbots damit, dass die Wahlmöglichkeit zwischen Nichtraucher- und Raucherbereich einfach besser sei. Die Umfrage ergab weiters, dass Nichtraucher sich mit Rauchern meist in Raucherbereiche setzen (67 Prozent), 30 Prozent der Nichtraucher wollen sich dabei nur in Nichtraucherbereiche setzen. Bei der Aufteilung sind die Österreicher salomonisch: 49 Prozent wollen, dass der Nichtraucherbereich 50 Prozent der Fläche ausmacht. Auch die relative Mehrheit der Nichtraucher ist für 50/50. Ein generelles Rauchverbot würde das Ausgehverhalten in Summe verändern: 9 Prozent der Nichtraucher würden häufiger ausgehen, immerhin 35 Prozent der Raucher würden dann aber seltener ausgehen. Hier käme es zu einer Verlagerung in den privaten Bereich, was für die gewerbliche Gastronomie drastische Auswirkungen hätte. (JR)

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BGr der Tabaktrafikanten
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rolf.gleissner@wko.at
http://wko.at/tabaktrafik

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