Sozialminister Buchinger: "Wir wollen die Regierung sein, die der Jugend eine Chance gibt"

Wien (OTS) - Sozialminister Erwin Buchinger und
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein nahmen heute nach dem Ministerrat zum Thema Beschäftigung und Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit Stellung. Das gemeinsame Ziel der Bundesregierung sei die Erreichung der Vollbeschäftigung nach den EU-Kriterien bis zum Ende der Legislaturperiode. Im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit müsse es gelingen, dem stärkeren Anstieg der letzten Jahre entgegenzuwirken. Buchinger will die Jugendarbeitslosigkeit wieder auf den niedrigen Wert von vor sieben Jahren bringen. Im Jahr 2000 waren im Jahresdurchschnitt rund 35.500 Jugendliche arbeitslos, davon 7.500 in Schulungen.

Der Sozialminister zeigte sich über den Rückgang der Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten erfreut, führte aber aus, dass die neue Bundesregierung diesen Trend verstärken und nachhaltig fortführen wolle. "Wir dürfen nicht übersehen, dass es im Vergleich zum Dezember 1999 40.000 Arbeitslose mehr gibt und dass der Anteil bei den Jugendlichen um 30.000 Personen zugenommen hat. Im Jahr 2006 waren beinahe 180.000 Jugendliche und junge Erwachsene mindestens einen Tag lang arbeitslos. Das ist eine Situation, die für uns politisch unerträglich ist. Das neue Ziel der Bundesregierung ist es daher, die Beschäftigung zu erhöhen und die Arbeitslosigkeit, insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit, zu verringern. Das Thema Wachstum und Beschäftigung wird daher bei der kommenden Regierungsklausur ganz zentral behandelt werden, um unsere Pläne zur Verringerung von Arbeitslosigkeit zu konkretisieren und zu bündeln", so Buchinger.

Im heurigen Jahr werden rund 100 Millionen Euro gezielt für den Blum-Bonus aufgewendet werden. Diese Maßnahme von Egon Blum, der in seiner Funktion als Lehrlingsbeauftragter der Bundesregierung bestätigt wurde, hätte sich bisher positiv ausgewirkt. Es sei jedoch eine größere Zielgerichtetheit erforderlich, um einen möglichst effektivsten Einsatz sicherzustellen, so Buchinger. "Dieser Bonus wird auch hinsichtlich der Zielgerichtetheit von Zukunftberufen eingesetzt werden. Wir werden überprüfen, inwieweit hier die Qualitätsanforderungen verstärkt werden können. Zusätzlich wird es ein Bündel von weiteren Maßnahmen zur Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit geben. Insbesondere werden Vermittlung und Coaching für junge Langzeitarbeitslose noch stärker als bisher in das Zentrum der Bemühungen gestellt werden, sodass wir eine noch bessere Wirkung als bisher erzielen. Wir wollen die Regierung sein, die der Jugend eine Chance gibt", so der Sozialminister abschließend.

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