Klement: Katastrophale Entwicklung der heimischen Landwirtschaft

Schönfärberei von Landwirtschaftsminister Pröll zieht nicht mehr

Wien (OTS) - Ein Minus von 47.392 landwirtschaftlichen Betrieben
in den Jahren 1995 bis 2005 und ein damit verbundener massiver Rückgang der in der Landwirtschaft Beschäftigten stellen die momentane Faktenlage dar. Jeden Tag müssen in Österreich 15 Höfe aufgegeben werden. "Das ist eine Katastrophe für die heimische Landwirtschaft, die ländliche Kultur und den österreichischen Fremdenverkehr und wird durch die Schönfärberei Prölls nicht besser", stellt FPÖ-Agrarsprecher NAbg. DI Karlheinz Klement fest.

"Ab heuer wird die Förderquote für biologische Bauern minus 30 Prozent betragen", so Klement. Eine derartige Kürzung wäre das falsche Signal und werde dazu führen, dass viele Bauern aus der Bio-Landwirtschaft aussteigen müssten. "Eine Renationalisierung der Landwirtschaft, mit anderen Worten eine Entflechtung des EU-"Förder-WirrWarrs" könnte zum Beispiel durch die Schaffung eines Sockelförderungsbetrages für jeden landwirtschaftlichen Betrieb, unabhängig von der Betriebsgröße, erfolgen. Somit wären die Förderung des bäuerlichen Arbeitsplatzes und die Entlastung des gesamten österreichischen Arbeitsmarktes gewährleistet. Übersichtliche Qualitäts- und Gütezeichen für den Verbraucher (Sanktionen für Handelsketten) sowie faire Preise für gesunde Produkte würden ebenso einen Lösungsweg darstellen", so Klement.

Der Umstieg der österreichischen Bauern auf Bio-Landwirtschaft wäre nur dann nachhaltig möglich, wenn gewährleistet sei, dass Österreich gentechnikfrei bleibe, gibt Klement weiters zu bedenken. Das Regierungsprogramm enthielte bezüglich Gentechnik im Wesentlichen ein Bekenntnis zur Wahlfreiheit und ein Bekenntnis zur Koexistenz zwischen Gentechnik und Biolandwirtschaft. Dass eine Koexistenz möglich sein könnte, wäre jedoch reine Illusion und würde folgende Fragen aufwerfen: "Wie wollen wir denn verhindern, dass Pollen von Gentechnik-verseuchten Pflanzen nicht vom Wind zum Nachbarfeld getragen werden und somit eine Infizierung von biologisch angebauten Pflanzen geschieht? Wie wollen wir einer Biene erklären, dass sie nicht von einem Gentechnik-Feld zu einem Biofeld fliegen darf?"

"Wir müssen in dieser Frage konsequent bleiben und die Gentechnik von der österreichischen Landwirtschaft fernhalten. Gentechnik ist nur für die Gentechnik-Konzerne gut, für die Landwirtschaft und den Konsumenten stellt sie eine Riesengefahr dar. Jede chemische Verseuchung ist umkehrbar, die gentechnische Verseuchung - einmal losgelassen - ist nicht mehr umkehrbar, sie multipliziert sich selbst. Bewahren wir unsere Landwirtschaft vor dem Zugriff der Gentechnik-Konzerne, treten wir ein für ‚Freie Bauern in einem freien Land’", appelliert Klement an die Regierungsverantwortlichen.

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