Buchinger: "Wir sind die Regierung, die der Jugend eine Chance gibt"

Bis 2010 Jugendarbeitslosigkeit deutlich senken und Vollbeschäftigung erreichen

Wien (SK) - "Daran werden wir uns selbst messen: Dass wir die Regierung sind, die der Jugend eine Chance gibt", erklärte Sozialminister Erwin Buchinger im Anschluss an den Ministerrat gemeinsam mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein. Es sei politisch unerträglich, wenn 2006 180.000 Jugendliche und junge Menschen zumindest einmal arbeitslos gewesen seien. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Arbeitslosigkeit bis zum Ende der Legislaturperiode soweit zu senken, dass wir Vollbeschäftigung nach EU-Kriterien erreichen. Bei der Jugendarbeitslosigkeit muss der Erfolg noch größer sein, weil es hier in den letzten Jahren auch ein stärkeres Ansteigen gab", sagte Buchinger. Die Regierung hat für dieses Ziel einerseits die Verlängerung und Optimierung des Blum-Bonus und andererseits eine Regierungsklausur Anfang März, die konkrete Maßnahmen für diesen Themenkreis erarbeiten wird, beschlossen. ****

Bei der Jugendarbeitslosigkeit gab es in den letzten sieben Jahren ein Plus von rund 30.000 Betroffenen, erläuterte der Sozialminister. Er will bis 2010 die Jugendarbeitslosigkeit wieder auf den Wert vom Jahr 2000 bringen. Damals waren im Jahresdurchschnitt rund 35.500 Jugendliche ohne Job, davon 7.500 in Schulungen. Die Arbeitslosigkeit sei in den letzten Monaten erfreulicherweise zurückgegangen, nun gelte es, diesen Trend zu festigen und noch zu verstärken.

Die bisherigen Investitionen für den Blum-Bonus haben zu 4.600 neuen Lehrplätzen geführt. Deshalb habe der Ministerrat heute auch beschlossen, dass Kommerzialrat Blum als Regierungsbeauftragter für Lehrlingsfragen weiter verlängert werde. "Der Blum-Bonus hat also Wirkung gezeigt, aber eine größere Treffsicherheit wird erforderlich sein", erläuterte Buchinger. Deshalb wurde gemeinsam mit der Verlängerung der Maßnahme auch eine Prüfung im Hinblick auf die Qualität und auf den Bereich der Zukunftsberufe beschlossen.

Die Aufgabe im Rahmen der Regierungsklausur werde es sein, aufbauend auf dem Regierungsprogramm zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit zu erarbeiten. "Alle Ministerinnen und Minister werden sich hier auch einbringen und zeigen, was sie in ihren jeweiligen Ressorts dazu beitragen können", erklärte der Sozialminister. So gehe es beispielsweise darum, die neunte Schulstufe stärker als Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt zu sehen und entsprechend zu nutzen. Auch für die Jugendlichen der zweiten Generation von Migranten gelte es, stärkere Maßnahmen, gerade im sprachlichen Bereich, zu bieten. "Es wird im Bereich der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung ein besonderer Schwerpunkt gesetzt. Auch deswegen, weil mit der Milderung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge eine Ausbildungsgarantie verknüpft ist, für die dieses überbetriebliche Ausbildungsnetz auch stärker geknüpft werden muss", präzisierte Buchinger.

Dass neben einem entsprechend guten Wirtschaftswachstum auch eine aktive Arbeitsmarktpolitik von zentraler Bedeutung für die Beschäftigung sei, führte Buchinger ebenfalls aus. "Gerade Menschen mit schlechterer Qualifikation profitieren vom Wirtschaftsaufschwung nicht automatisch. Um das Wachstum also auch im Inland durch neue Arbeitsplätze spürbar zu machen, ist es wichtig, dass eine aktive Arbeitsmarktpolitik hier Beiträge zum Schließen der Qualifizierungslücke beiträgt", so der Sozialminister abschließend. (Schluss) js

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