Erste Lärmschutzwand am Margaretengürtel

Informationsveranstaltung am 1. Februar ab 15.00 Uhr

Wien (OTS) - Am Margaretengürtel bei der Wohnhausanlage "Theodor Körner-Hof" von Haus Nr. 62 bis Haus Nr. 74 entsteht die höchste Lärmschutzwand Wiens. Am Donnerstag, dem 1. Februar 2007 wird im Zuge einer Informationsveranstaltung beim Matzleinsdorfer Hochhaus die erste fertiggestellte Lärmschutzwand im Bereich Margaretengürtel 64-66 präsentiert und die Wirkung der Lärmschutzwand demonstriert.

Programm mit Information und Unterhaltung

Ab 15.00 Uhr findet ein umfangreiches Programm statt, bei dem man sich nicht nur über den Fortschritt bei der Baustelle informieren kann. Neben der MA 29 - Brückenbau und Grundbau werden auch Informationen der MA 22 - Umweltschutz, der Wiener Umweltanwaltschaft, der Klimaschutzkoordinationsstelle der Stadt Wien und von WIENSTROM zum Thema Energie, Klimaschutz und Umwelt geboten. Der Effekt der Lärmminderung wird bei Führungen vorgeführt. Ein Unterhaltungsprogramm wird die Infoveranstaltung begleiten. Es treten dabei auf: "Die Echten" (Österreichs verrückteste a cappella Band), Roman Gregory (singt Dean Martin) und die Jazz Gitti.

Klimaschutzprogramm: Sonnenenergie aus der Lärmschutzwand

Nach zahlreichen Planungsschritten hat die MA 29 - Brückenbau und Grundbau ein wirtschaftliches und technisch umsetzbares Projekt in Abstimmung mit der MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung entwickelt. Ausgeführt wird eine abgestufte fünffeldrige Lärmschutzwand mit einer Gesamtlänge von ca. 150 Meter und 18 Meter Höhe. Die Elemente sind aus Glas, um genügend Licht und Helligkeit in den Bereich zwischen die Häuser zu bringen.

Als innovativer Partner konnte Wien Energie - Wienstrom gewonnen werden. Im oberen Bereich der Lärmschutzwand werden die herkömmlichen Elemente durch eine Photovoltaikanlage ersetzt, die zur Stromgewinnung herangezogen wird. Auf rund 190 Quadratmeter wird Strom für ca. acht Wiener Haushalte gewonnen. Maßgeblich dafür ist die geringe Montagefläche und die vertikale Anbringung der Photovoltaikelemente, die dennoch einen Ertrag von ca. 90 Prozent erbringen. Der gewonnene Strom wird anschließend ins öffentliche Netz eingespeist.

Der Nutzung erneuerbarer Energieträger kommt im Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliP Wien) zentrale Bedeutung zu. Dementsprechend werden in Wien laufend diesbezügliche Projekte realisiert.

In diesem Zusammenhang ist selbstverständlich auch die Sonnenenergie besonders wichtig, treffen in Wien pro Quadratmeter und Jahr ja immerhin 1100 Kilowattstunden Sonnenenergie auf eine nach Süden geneigte Fläche. Die Sonnenenergie ist schadstoff- und kohlendioxidfrei.

Um die Nutzung der Solarenergie weiter zu forcieren, hat die Stadt Wien im Jahr 2005 die Initiative "Sonne für Wien" unter der Federführung der Magistratsdirektion Klimaschutzkoordination und unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima gesetzt.

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsmaßnahmen werden die Vorteile der Solarenergie für die Menschen und das Klima herausgearbeitet und die Chancen für den Einzelnen aufgezeigt. Alle Informationen und Termine zur Solarinitiative "Sonne für Wien 2007" findet man unter www.wien.at/umwelt/klimaschutz/ .

Verbesserte Optik für Vogelschutz

In Abstimmung mit der Umweltanwaltschaft und der MA 29 wurde eine Bedruckung der Glaswände für den Schutz vor einem Vogelanprall entwickelt. Um eine Spiegelung zu vermeiden, wird innen und außen eine Bedruckung ausgeführt, die miteinander korrespondiert. Durch die neue Anordnung der Sichtschutzstreifen kommt es für die Bewohner hinter der Lärmschutzwand zu keiner wesentlichen Verringerung der Helligkeit. Für den Vogelschutz sind trotzdem alle Voraussetzungen gegeben.

Auf der Suche nach der optimalen Lärmschutzwand

Die Lärmschutzwand beim Theodor Körner Hof ist in vielfacher Weise ein Pilotprojekt. Im Sommer 1999 wurde von der MA22 -Umweltschutz der Stadt Wien das Projekt SYLVIE -"Systematische Lärmsanierung von innerstädtischen Lärmvierteln" gestartet. Dieses Projekt wurde im LIFE-Umwelt-Programm der EU gefördert. Das Ziel von SYLVIE ist im ausgewählten Lärmsanierungsgebiet, vor allem durch die Kooperation der betroffenen Lärmakteure, eine subjektive und objektive Lärmminderung zu erzielen.

o Weitere Informationen unter www.bruecken.wien.at/

rk-Fotoservice: www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) wur

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Ing. Kurt Wurscher
MA 29-Brückenbau und Grundbau
Öffentlichkeitsarbeit
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