Weniger Krankenstände: Gesundheitsfördernde Maßnahmen greifen

Gleitsmann: "Positive Motivation, nicht negativer Druck herrschen vor"

Wien (PWK065) - "Dass die Österreicherinnen und Österreicher weniger oft krank sind, ist einmal grundsätzlich positiv zu sehen. Daraus einen besorgniserregenden Tatbestand zu machen, geht am Kern der Sache vorbei", wundert sich der Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Martin Gleitsmann, über jüngst erschienene alarmistische Meldungen zu diesem Thema.

Der Rückgang der Krankenstände auf 11,6 Tage lässt sich, so Gleitsmann, auf mehrere Gründe zurückführen. Erstens beginnen die auf Initiative der WKÖ von immer mehr Unternehmen gesetzten gesundheitsfördernden Maßnahmen in den Betrieben durchaus zu greifen. "Gesunde Arbeitsbedingungen sind für alle Beteiligten wichtig. Diese Einsicht setzt sich durch. Denn nur mit in jeder Hinsicht gesunden Mitarbeitern wird ein Unternehmen nachhaltig erfolgreich sein".

Als weitere wichtige Erklärung sieht der WKÖ-Sozialpolitiker die starke Wachstumsphase der heimischen Wirtschaft. "Die Arbeitslosigkeit geht zurück, das Thema Angst und Druck am Arbeitsplatz ist derzeit wenig aktuell. Im Gegenteil, die Arbeitgeber suchen Mitarbeiter". Auch denken immer mehr Mitarbeiter unternehmerisch. "Positive Motivation, nicht negativer Druck ist zunehmend ausschlaggebend für das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und eine positive Einstellung tut in der Regel auch der Gesundheit gut".

Als weiteren Grund nennt Gleitsmann die anhaltende Verlagerung vom Arbeiter- in den Angestelltensektor. Da Arbeiter laut langjähriger Statistik häufiger krank sind als Angestellte, schlägt sich diese Strukturänderung auch in einem Rückgang der Krankenstandsmeldungen nieder.

Das von Arbeiterkammer und Hauptverband der Sozialversicherungsträger zu einer negativen Entwicklung hochstilisierte "Rekord-Tief bei Krankenständen" ist, wie Gleitsmann zusammenfasst, bei nüchterner Betrachtung durchaus zu begrüßen. Und 35 Millionen Krankenstandstage - 11,6 Tage pro Beschäftigtem - seien trotz allem ein hoher Wert. "Es bleibt immer noch sehr viel zu tun." (hp)

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