Herwig van Staa: Unfreundlicher Akt der Niederösterreicher!

Haussegen zwischen Tirol und Niederösterreich hängt schief

Innsbruck (OTS) - Der Haussegen in der ÖVP hängt schief. Denn Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa, seine Stellvertreterin Elisabeth Zanon und VP-Seniorenbund-Obmann Andreas Khol sind sauer auf ihre niederösterreichischen Parteikollegen. Immerhin hätten diese nach der Wahl am 1. Oktober 2006 den Einzug des Osttiroler Nationalratskandidaten Josef Mair ins Hohe Haus verhindert, berichten die BEZIRKSBLÄTTER TIROL in ihrer aktuellen Ausgabe.
"Entgegen allen Vereinbarungen hat Mikesch ihr Wahlkreismandat zurückgelegt und ihr Bundeslistenmandat wahrgenommen", schäumt Tirols VP-Obmann Herwig van Staa. Diese Vorgangsweise, die Mairs Einzug ins Parlament verhindert und Platz für einen weiteren Abgeordneten aus Niederösterreich schafft, sei zwar nicht verfassungswidrig, aber gegen alle Grundsätze der Volkspartei, erklärt auch der Obmann des VP-Seniorenbundes, Andreas Khol. Die niederösterreichische Abgeordnete Herta Mikesch, seit 2003 im Nationalrat, wäre auch auf Grund ihres Wahlkreismandates ins Hohe Haus eingezogen.

Die Kollegialität der niederösterreichischen ÖVP stellt auch LH-Stv. Elisabeth Zanon in Frage. "Ich sehe das nicht ein. Es gibt eine Vereinbarung, das Wahlkreis- oder Landesmandat anzunehmen", meint die Bundesparteiobmann-Stellvertreterin. Sie werde in Hinkunft die bundespolitischen Anliegen der VP-Niederösterreich genau im Auge behalten.

Auf die Frage, ob es eine Vereinbarung gab, auf Grund derer Mikesch auf ihr Bundeslistenmandat zugunsten des Osttirolers Mair verzichten hätte sollen, meinte Gerhard Karner, Landesgeschäftsführer der niederösterreichischen Volkspartei: "Nein, hat es nicht gegeben, wer anderes behauptet, lügt." Es habe nur eine Vereinbarung gegeben:
"Jene über die Bundesliste der ÖVP zur Nationalratswahl wo Frau Mikesch Platz 10 einnehmen soll." Landwirtschaftsminister Josef Pröll dazu: "Mir tut es leid, dass mit Josef Mair ein Bauernbündler nicht ins Parlament gekommen ist. Dabei war dieser Bezirk immer unter den Top-3-Bezirken für die ÖVP." Aus Karners Sicht ist das Verhältnis der beiden Landesparteien nicht getrübt.

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