Steffek: "Opernball 2006 ohne Blumenschmuck - ein Stück Kultur geht verloren"

"Fair und nachhaltig produzierte Blumen haben in unserer Branche stark an Bedeutung gewonnen und werden in ausreichender Menge und bester Qualität angeboten"

Wien (PWK063) - "Schade" findet es Emil Steffek, Obmann des Fachausschusses des Blumengroßhandels im allgemeinen Bundesgremium der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dass der Wiener Opernball 2006 am 15. Februar laut Aussage von Cheforganisatorin Elisabeth Gürtler ohne den traditionellen Blumenschmuck stattfinden wird:
"Damit geht ein Stück Kultur verloren."

Gürtler begründet das in einem Interview damit, dass die Händler für Blumen am Tag des Opernballs hohe Preise verlangen würden, die Sache also eine Geldfrage sei. Dazu Steffek: "Es ist schlicht und einfach falsch, dass die Blumen am Valentinstag oder am Tag danach besonders teuer sein sollen. Preisschwankungen im Monat Februar waren in den vergangenen Jahren erfahurngsgemäß minimal." Fakt sei, dass die österreichischen Gärtner, Blumengroßhändler und Floristen sich in einer schwierigen Wettbewerbssituation befinden und ihre Preise nach Angebot und Nachfrage kalkulieren.

Steffek verweist auf ein auf Grund der zunehmenden Nachfrage stark wachsendes Marksegment: "Unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und Fairness produzierte Blumen haben in unserer Branche stark an Bedeutung gewonnen und werden in ausreichender Menge und bester Qualität angeboten."Steffek will das Augenmerk der Konsumenten verstärkt auf diesbezügliche Kennzeichnungen richten: "Es existiert neben der Handelsmarke ‚Fair Trade’ das viel umfassendere Zertifikat Fair Flowers and Plants", kurz FFP. Die Kennzeichnung ‚Fair Flowers and Plants’ auf Pflanzen stellt sicher, dass bei Anbau, Aufzucht, Ernte und Vertrieb soziale und ökologische Standards eingehalten werden."

Weltweit werden im Blumenhandel 50 Milliarden Euro jährlich umgesetzt, 50 Prozent davon in der europäischen Union. Jeder Österreicher gibt pro Kopf rund 100 Euro pro Jahr für Blumen und Pflanzen aus.

Unbestritten sei, so Steffek, "dass das Produkt Blume ein Naturprodukt ist, das oftmals bedingt durch die Abhängigkeit von Wetterbedingungen nur schwer gezielt auf ein Datum gerichtet produziert werden kann." Der Österreicher Steffek wurde übrigens im vergangenen Jahr als Präsident der Union Fleurs, des weltweiten Blumenhandelsverbandes, für eine zweite Funktionsperiode, die bis 2008 dauert, wiedergewählt. In der Union Fleurs sind 21 Mitgliedsländer vertreten, die wichtigsten Blumenhandels- und Produktionsländer der Welt. Die EU-Sektion der Union Fleurs ist die einzige Blumenhandelsorganisation, die von der Europäischen Kommission als Verhandlungspartner anerkannt wird. (JR)

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