Rotes Kreuz: Klimawandel und HIV/Aids sind Top-Prioritäten in humanitärer Hilfe

Klimakatastrophen töten langsam, indem sie Menschen ihre Lebensgrundlage entziehen.

Wien (Rotes Kreuz) - Der langsame Tod durch Klimakatastrophen
sowie die Bekämpfung des HIV/Aids in Afrika sind die Herausforderungen des Jahres 2007. 220 Millionen Euro setzt das Internationale Rote Kreuz für diesen Schwerpunkt ein. Weitere Mittel für Katastrophenvorsorge und Risikominimierung sind dringend erforderlich.

Im Jahr 2004 führte das Internationale Rote Kreuz 63 Hilfseinsätze aufgrund von Überflutung durch. Im vergangenen Jahr erhöhten sich die Einsätze mit 137 auf mehr als das Doppelte. Besonders alarmierend zeigt sich der Trend in Afrika, wo die Anzahl der Überflutungen von 5 im Jahr 2004 auf 32 im Jahr 2006 anstieg, damit verbunden eine Hungerkatastrophe für Millionen Menschen.

Beobachtungen des Internationalen Roten Kreuzes weisen schon seit Jahrzehnten den Trend aus, dass immer weniger Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben kommen, aber immer mehr Menschen dadurch ihre Lebensgrundlage verlieren. Betroffene können oft nur hilflos zusehen, wie immer häufigere und heftigere Katastrophen aus Wetter, Wind und Wasser wieder und wieder ihre Lebensgrundlage wegspülen und sie noch tiefer in die Armut treiben. Auf diese Weise töten Katastrophen langsam - durch Verarmung.

"Katastrophenvorsorge und Stärkung der Selbsthilfe-Fähigkeiten sind Schlüsselelemente in nachhaltiger Hilfe", erklärt Dr. Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuz und verweist auf das umfassende Netzwerk der 186 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.

38 Millionen Euro stellt das Internationale Rote Kreuz für HIV/Aids-Projekte alleine in Südafrika zur Verfügung. Ziel ist es, eine höhere Zahl Betroffener zu erreichen sowie die Stigmatisierung und Diskriminierung der Infizierten zu reduzieren. Diese Initiative ist Teil des im November gestarteten 5-Jahres-Programms für Südafrika.

Die Zielsetzungen des Internationalen Roten Kreuzes sind eingebettet in die Millieniumsziele der Vereinten Nationen.

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