SP-Ekkamp: Faire Tarifgestaltung von Wien Energie

Kritik von FP-Schock an Unternehmen zurückgewiesen - Chancenungleichheit für Wien Energie gegenüber Verbund

Wien (OTS) - "Wien Energie betreibt gegenüber ihren Kunden eine faire Tarifpolitik. Diese wird von unterschiedlichen Faktoren bestimmt, beruht aber zu einem wesentlichen Teil auf den jeweiligen Weltmarkteinstandspreisen bei den Primärenergieträgern Erdöl und Erdgas", stellte Dienstag der Energiesprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Franz Ekkamp, zu der Kritik des Klubobmannes der Wiener FP, Gemeinderat Schock, fest.

Im Gegensatz zum von Schock erwähnten Energieanbieter Verbund, für den das Wasser für seine älteren, abgeschriebenen Donaulaufkraftwerke nahezu kostenlos zur Verfügung stehe, müsste Wien Energie hohe Preise bei der Strombörse und für die in ihren Kraftwerken verwendeten Primärenergieträger bezahlen. Deshalb bestehe Chancenungleichheit zwischen beiden Anbietern. Ausschließlich darauf beruhten auch die unterschiedlichen Tarifangebote für die StromkundInnen. Komme die von EU-Politikern bereits angedachte Wasserentnahmebesteuerung so würden die Kalkulation seitens des Verbundes wieder völlig anders aussehen, stellte Ekkamp fest.

So wie in der Vergangenheit werde Wien Energie Einstandspreissenkungen bei den Primärenergieträgern und bei der Strombörse selbstverständlich an ihre Kunden weitergeben. Diese schlügen aber bei Erdgas - ebenso wie dies bei Tariferhöhungen bislang der Fall gewesen sei - mit einer gewissen Zeitverzögerung zu Buche, setzte Ekkamp fort. Der Erdgaspreis ist zwar an den Erdölpreis gebunden, Erhöhungen bzw. Senkungen wirkten sich aber erst nach rund einem halben Jahr auf die tatsächlichen Einstandspreise aus. Das wisse natürlich auch Kollege Schock genau. Deshalb erfolge seine Forderung nach sofortiger Senkung des Ergaspreises wider besseren Wissen um die Zusammenhänge, und sei nichts anderes als eine Täuschung der KundInnen, übte Ekkamp seinerseits Kritik an dem FP-Politiker.

Im übrigen zeige ein Blick auf die von der e-control auch im Internet veröffentlichten Tariftabellen, dass Wien Energie für den Durchschnittshaushalt bei Strom im untersten Preissegment aller Landesenergiegesellschaften, bei Gas im Mittelfeld situiert wäre, so Ekkamp. Wien Energie biete seinen KundInnen zudem ein besonders hohes Maß an Versorgungssicherheit und betreibe mit modernsten, aber kostenintensiven Filteranlagen ausgerüstete Kraftwerke. "Was die Ratschläge von FP-Schock wert sind, haben seine früheren, ständigen Anbieterwechsel-Empfehlungen zum Kärntner Energieversorger Kelag unterstrichen. Inzwischen liegen die Strom-Endverbrauchertarife für einen Durchschnittshaushalt dieser Gesellschaft deutlich über jenen von Wien Energie. Wären die KundInnen von Wien Energie dem Ratschlag der FPÖ gefolgt und zur Kelag gewechselt, hätten sie sich womöglich schön angeschmiert", schloss Ekkamp. (Schluss)

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