GPA-DJP: Neuer Eurobetriebsrat bei UniCredit-Group (BA-CA)

Stärkung der Rechte der ArbeitnehmerInnen - Meilenstein für den Bankensektor

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Gerade in Zeiten, wo die Uni-Credit-Gruppe Personalabbau plant, ist dieser neue Eurobetriebsrat ein wichtiger Faktor zu Stärkung der Position der ArbeitnehmerInnen. Die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit von BetriebsrätInnen ist ein Gebot der Stunde!" zeigt sich Wolfgang Katzian, der Vorsitzende der GPA-DJP, erfreut. Der erfolgreiche Abschluss des Vertrags zur Gründung eines Europabetriebsrates (EBR) in der UniCredit-Group kam am 26. Jänner zustande. ++++

Auch Wolfgang Heinzl, der Zentralbetriebsratsvorsitzende der BA-CA, sieht diesen EBR als Meilenstein für die ArbeitnehmerInnen in seinem Unternehmen: "Nach monatelangen Verhandlungen ist es gelungen ein Vertragswerk zu vereinbaren, das sich im internationalen Vergleich sehen lassen kann. Ich bin überzeugt, dass es eine sehr gute Basis für unsere künftige Arbeit im EBR der UniCredit-Group ist", so Heinzl.

Mit dieser EBR-Vereinbarung ist die Basis für eine gruppenweite Vernetzung und Zusammenarbeit der ArbeitnehmervertreterInnen aus allen Ländern geschaffen. "Ich bin stolz darauf bei diesem historischen Abschluss dabei gewesen zu sein, noch dazu wo es die erste EBR-Vereinbarung im italienischen Bankensektor ist", hält Wolfgang Heinzl fest.

Im Eurobetriebsrat der UniCredit-Group werden künftig 44 VertreterInnen aus allen Ländern der Gruppe, unabhängig von ihrer EU-Zugehörigkeit, vertreten sein. Abhängig von der MitarbeiterInnenzahl entfallen auf jedes der Länder 1 bis 6 VertreterInnen, Österreich wird 2 VertreterInnen in den EBR entsenden.

Zu den Hauptaufgaben der EuropabetriebsrätInnen werden vor allem die Interessenvertretung ihrer KollegInnen und deren Information über die Aktivitäten des EBR zählen. Die regelmäßigen Sitzungen mit VertreterInnen des Konzernmanagements in Verbindung mit den vereinbarten Informations- und Beratungsrechten stellen auch die Einbindung der ArbeitnehmervertreterInnen aller Länder in wichtigen Fragen für die Beschäftigten sicher.

Der Vertrag zur Gründung des EBR in der UniCredit-Group sieht pro Jahr zwei tourliche Sitzungen vor. In der Vereinbarung wurde den Informations- und Beratungsrechten größte Bedeutung beigemessen. Sie gehen weit über vergleichbare Vereinbarungen in Europa hinaus und betreffen u.a. die Gruppenstruktur, die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Gruppe, die Beschäftigungssituation und -entwicklung und Ausgliederungen.

Erklärtes Ziel ist auch, gemeinsame Richtlinien für alle Länder der Gruppe hinsichtlich der sozialen Verantwortung, sowie für Ausbildungs-, Gesundheits- und Sicherheitsfragen zu finden. Dies gilt auch für die Themen Chancengleichheit, Antidiskriminierung und Umweltschutz.

Die nächsten Monate werden im Zeichen der organisatorischen Vorbereitung der Konstituierung des Europabetriebsrates der UniCredit-Group stehen: In allen Ländern wird als nächster Schritt die Entsendung der jeweiligen VertreterInnen erfolgen. Spätestens Mitte des Jahres wird der EBR seine Tätigkeit aufnehmen können.

ÖGB, 30. Jänner 2007 Nr. 77

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