Seeber: Hochwasserschutz muss zur europäischen Priorität werden

Klimawandel ist wichtiges Kriterium zur Risikobewertung

Brüssel, 30. Januar 2007 (ÖVP-PD) "Stürme und Hochwasser richten in ganz Europa schwere Schäden an und fordern Menschenleben. Wir sind

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seit Jahren mit immer extremer werdenden Wetterverhältnissen konfrontiert. Ich verstehe daher nicht, dass sich der Rat nach wie vor weigert, den Klimawandel als Kriterium für eine effiziente Bewertung des Hochwasserrisikos in der EU anzuerkennen", kritisierte heute, Dienstag, der Berichterstatter des Europäischen Parlaments zur Hochwasser-Richtlinie, ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber, die Unbeweglichkeit des Rates. "Der Hochwasserschutz muss zur europäischen Priorität werden, denn die durch den Klimawandel hervorgerufenen Hochwasserschäden werden nicht weniger", forderte Seeber. ****

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments befasst sich heute mit dem Bericht Seebers zum Hochwasserschutz, der in zweiter Lesung im Mitentscheidungsverfahren behandelt wird. "Der globale Klimawandel ist Realität. Es ist für mich daher nicht nachvollziehbar, dass der Rat in seinem Gemeinsamen Standpunkt die Auswirkungen des Klimawandels auf das Hochwasserrisiko nicht bereits bei der vorläufigen Hochwasserrisikobewertung angemessen bewerten und berücksichtigen will. Das ist dem europäischen Bürgern nur schwer vermittelbar", meinte Seeber.

Seeber hat aus diesem Grund alle diesbezüglichen Änderungsanträge aus erster Lesung erneut eingebracht, um der Europäischen Union einen effizienten Handlungsrahmen zur Bekämpfung von Hochwasserrisiken an grenzüberschreitenden Flussläufen zu geben. "Wir sind es den Bürgern der Europäischen Union schuldig, entschlossen und effizient zu handeln. Eine Wischi-Waschi-Richtlinie nützt niemanden etwas. Wir müssen möglichst bald mit den Arbeiten beginnen", forderte Seeber. Neben der Frage der Aufnahme des Klimawandels als langfristiges Risikokriterium wandte sich Seeber auch gegen eine Ausdehnung der Berichts- und Überprüfungsfristen. "Stattdessen sollten wir uns besser überlegen, ob die bisher in den vergangenen Jahren gesetzten Schutzmassnahmen auch wirklich effizient greifen. Vor allem die Retentionsflächen sollten überprüft werden. Das ist eine Aufgabe, die jedem Land und jeder Region zukommt", so Seeber abschließend.

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