Leitl bei Verheugen 2: Chancen im Zukunftsbereich Umwelt- und Energietechnologie nutzen

Die EU-Staaten müssen ihre Vorreiterrolle halten und ausbauen

Wien (PWK059) - "Im Bereich der Umwelt- und Energietechnologie liegen für Europa und seine Unternehmen enorme Chancen. Die Europäische Union muss den Vorsprung, den sie in diesem zukunftsweisenden Bereich hat, halten und ausbauen", erklärte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, nach seinem Treffen mit Günther Verheugen, für Unternehmen und Industrie zuständiger Vizepräsident der EU-Kommission, in Brüssel.

Verheugen und Leitl stimmten in ihrem Gespräch überein, dass Europa die im "Energie-Paket" der Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen und Initiativen - beispielsweise im Bereich der Energie-Effizienz- rasch umsetzen muss. In den kommenden Jahren könnte Europa hier vermehrt Konkurrenz aus den USA bekommen:
Verheugen und Leitl erwarten sich nach den Präsidentschaftswahlen in zwei Jahren in den USA einen Bewusstseinswandel in Richtung mehr Umwelt- und Klimaschutz. Nach einem Regierungswechsel werde diesen Themen auch auf der anderen Seite des Atlantiks mehr Stellenwert eingeräumt werden.

Die EU arbeitet derzeit laut Leitl aktiv an einer Strategie, die die Globalisierung von der Bedrohung zur Chance werden lassen soll:
"Europa kann die Globalisierung zu seinem großen Vorteil nutzen, wenn es sein vorhandenes Begabungspotenzial richtig einsetzt. Dann kann dieses globale Megathema rechtzeitig und positiv gelöst werden", betonte der WKÖ-Präsident.

Problematisch sehen Verheugen und Leitl den Facharbeitermangel in vielen EU-Staaten. "Bildung und Qualifikation muss in Zukunft ein erhöhter Stellenwert eingeräumt werden", so Leitl. Der Schwerpunkt müsse dabei auf zukunftsorientierten Schlüsselqualifikationen liegen, beispielsweise der verstärkten Förderung von E-Skills. Die Wirtschaftskammer Österreich werde sich beim zuständigen Wissenschaftsminister dafür einsetzen, diese Ziele in der österreichischen Bildungslandschaft besser zu verankern.

Als positives Beispiel zur Förderung unternehmerischer Qualifizierung und Initiative nannte Leitl in seinem Gespräch mit dem Kommissions-Vizepräsidenten den österreichischen Unternehmer-Führerschein. Dieser werde mittlerweile europaweit als "Best-Practice"-Beispiel für die Entwicklung wirtschaftlichen Verständnisses angesehen. "Diese Beurteilung ermutigt dazu, diesen Weg auf breiter Basis fortzusetzen. Jeder junge Mensch soll die Chance erhalten, in der Schule wirtschaftliches Wissen zu erwerben", so der WKÖ-Präsident abschließend. (FA)

Rückfragen & Kontakt:

EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl,
Tel.: +32/474/472594

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001