ARBÖ: Kostenloser Kindersitz-Check vor Start in die Ferien

Ein Fünftel aller Kindersitze haben keine Sicherheitsnorm - Probleme bei integrierten Sitzen

Wien (OTS) - Sicher ist sicher. Unter dem Motto: "Alle Kids sicher im Sitz" startet der ARBÖ kurz vor Ferienbeginn mit einem kostenlosen Kindersitz-Check in den 92 Prüfzentren sowie dem ARBÖ-Generalsekretariat in Wien Mariahilf.

Erfahrungsgemäß ist ein Fünftel aller Kindersitze völlig überaltert, so dass sie keiner gesetzlich vorgeschriebenen Mindestnorm entsprechen. "Überprüfen lassen" lautet die ARBÖ-Devise, die vor allem für gebrauchte, von Freunden geschenkten Kindersitzen oder so genannten "Schnäppchen" vom (Online-)Flohmarkt gilt.

ARBÖ-Tipp: Gebrauchte Kindersitze für Babys und Kleinkinder sollten bei der Übergabe nicht älter als vier Jahre sein.

"Besonderes Augenmerk sollte man auf im Auto integrierte Kindersitze legen", warnt der Landesgeschäftsführer des ARBÖ-Burgenland, Ing. Rudolf Leeb. "Sie sind zwar praktisch, leicht zu bedienen, jeder Zeit einsatzbereit und brauchen nicht so viel Platz wie klassische Kindersitze weil die direkt im Autositz eingebaut sind. Doch in punkto Sicherheit gibt es Mängel", so Leeb.

"Zahlreiche verunsicherte Mitglieder haben bei uns angerufen und wollten wissen, ob ihr integrierter Sitz auch den gesetzlichen Sicherheitsstandards entspricht. Bei den von uns überprüften integrierten Kindersitzen mussten wir feststellen, dass bei allen die seit 1. Jänner vorgeschriebenen europäischen Zertifizierungs-Aufkleber (ECE 44/03 oder ECE 44/04) fehlten. Auch in der Gebrauchsanweisung des Fahrzeuges war keinerlei Hinweis auf Handhabung, Sicherheit und Gesetzeskonformität des Kindersitzes zu finden. Ein Anruf bei dem Hersteller sowie Händler gab ebenfalls keinen Aufschluss darüber, ob dieser Sitz einer gültigen Norm entspricht", so Leeb.

"Dass seit 1. Jänner eine neue gesetzliche Regelung für Kindersitze gilt, hat sich noch nicht wirklich herumgesprochen", kritisiert Gerald Hufnagel vom ARBÖ-Rechtsreferat. Kindersitze, die nicht mindestens der von der EU vorgegebenen Sicherheitsnorm ECE 44/03 entsprechen, dürfen nicht mehr verwendet werden.

Dass der Kindersitz den gesetzlichen Anforderungen entspricht, wird durch ein Zertifizierungszeichen (ECE 44/03 oder 44/04), das auf dem Sitz aufgeklebt oder eingestanzt ist, bestätigt. Die Prüfnumemr muss mit den Zahlen 03 oder 04 beginnen. Mit 02 oder gar 01 beginnende Nummern prangen nur mehr auf stark veralteten Sitzmodellen.

Entspricht der Kindersitz nicht der ECE-Regelung, kann das bei Verwendung Strafen bis 5000 Euro und eine Vormerkung im Führerscheinregister nach sich ziehen. "Im Falle eines Unfalles können sich zusätzlich versicherungstechnische Probleme ergeben. Etwa wenn die Versicherung behauptet, man hätte das Risiko durch die Verwendung eines falschen Rückhaltesystems vergrößert", so Hufnagel.

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob der Kindersitz auch wirklich sicher ist, der kann ab sofort in jeder ARBÖ-Dienststelle den Kindersitz kostenlos auf Funktionstüchtigkeit und auf Vorhandensein des Sicherheitszertifikates überprüfen lassen. Dieses Angebot gilt für Mitglieder und Nicht-Mitglieder.

"Wir sagen den Autofahrern aber nicht nur ob der Kindersitz einer gültigen Norm entspricht oder nicht, sie können auch Autositze bei uns kaufen und wir unterstützen sie beim richtigen Einbau", erklärt Leeb. Natürlich gibt es beim ARBÖ ausschließlich Kindersitze zu kaufen, die garantiert allen Sicherheitsstandards und Gesetzesvorschriften entsprechen".

Nähere Informationen gibt's auf www.arboe.at oder unter der ARBÖ-Hotline: 050-123-123

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