Kogler: Eurofighter-Befürworter haben Betriebskosten verschwinden lassen

Grüne: Pro-Eurofighter-Fraktion in Militär und Regierung hat willkürlich Annahmen verschoben und Entscheidungsgrundlagen manipuliert

Wien (OTS) - In den Befragungen des Eurofighter-Untersuchungsausschusses wurde wieder bestätigt, dass die Betriebskosten der Dreh- und Angelpunkt der Auseinandersetzungen im Vorfeld der Typenentscheidungen waren.
"Und das zurecht. Es wird immer deutlicher, dass die Pro-Eurofighter-Fraktion in Militär und Bundesregierung jedes Interesse daran haben musste, die Betriebskosten im wahrsten Sinn des Wortes verschwinden zu lassen", so Werner Kogler, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Eurofighter-Untersuchungsausschuss.
Diesen Schluss könne man einerseits aus den Aussagen des Kabinettschefs von Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner, Generalleutnant Othmar Commenda, ziehen, der ausdrücklich noch einmal auf die diesbezügliche Sorge und Positionierung der obersten Generäle verwies. Auf der anderen Seite habe sich bei der Befragung von Generalmajor Erich Wolf herausgestellt, dass vor der Typenentscheidung zu Grunde liegende Annahmen über die Betriebskosten willkürlich verschoben wurden, insbesondere die Angaben zur Anzahl der Flugstunden. "Auf diese Weise sollte vernebelt werden, dass die jährlichen Betriebskosten der Eurofighter-Flotte bei deutlich über 70 Millionen Euro pro Jahr liegen", so Kogler.

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