"KURIER"-Kommentar: Simon Kravagna über Straches Politik

Straches Politik bleibt die alte mit oder ohne Grundsatz-Erklärungen.

Wien (OTS) - Fassen wir zusammen: Heinz-Christian Strache war nie ein Neonazi und will "nie einer sein." Und sollte jemand gezweifelt haben: Strache ist "begeisterter Demokrat" und verurteilt klar den Nationalsozialismus.

Alles paletti? Strache hat gestern Selbstverständlichkeiten zum Besten gegeben. Alles andere wäre politischer Selbstmord, würde vielleicht sogar Gerichte beschäftigen.

Interessanter ist, was der FPÖ-Politiker für sich behielt. So wird es für den Mann mit dem "reinen Gewissen" wohl weiter eine "tolle Errungenschaft" sein, dass seine Partei im EU-Parlament in einer Fraktion mit Leuten wie Jean-Marie Le Pen oder der Duce-Enkelin Mussolini sitzt. Und die Abberufung eines Uni-Rates wegen dessen Rede am Grab eines NS-Fliegers wird wohl weiter ein "Skandal der Sonderklasse" bleiben.

Egal aus welchen Umständen der junge Strache "im Wald spielte" und mit welchen rechtsextremen Exponenten er dabei mehr oder weniger "zufällig" Kontakt hatte: Entscheidend ist, was Strache heute sagt und tut. Da schaut es für den Rechtspopulisten ("Daham statt Islam") so traurig aus wie eh und je. Und bevor sich das BZÖ zu sehr freut: Eine Partei, die den Rauswurf Tausender Ausländer fordert, sitzt ideologisch im ganz gleichen Boot.

Rückfragen & Kontakt:

KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
innenpolitik@kurier.at
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0001