Klimaschutz am Eiffelturm: It´s not too late!

Greenpeace fordert raschen Klimagipfel von Kanzler Gusenbauer

Paris/Wien (OTS) - 45 Greenpeace-Aktivisten machten heute mit
einem fünfzig Meter hohen und 24 Meter breiten Banner am Eiffelturm auf die Dringlichkeit eines weltweiten Klimaschutzes aufmerksam. Ihr Transparent mit aufgemaltem Fieberthermometer und dem Spruch "It's not too late" zielt auf den vierten UN-Klimareport der Vereinten Nationen ab, der am 2. Februar in Paris präsentiert wird. Nun muss möglichst rasch eine massive Reduktion der Treib¬haus¬gase erreicht werden, denn nur so kann der weltweite Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius gehalten werden, was für die Menschheit noch einigermaßen erträglich wäre.

"Der neue UN-Klimabericht wird zeigen, dass der Klimawandel um einiges schlimmer aus¬fällt als befürchtet. Er wird zudem heftiger und schneller kommen als erwartet", ist sich Greenpeace-Sprecher Matthias Schickhofer sicher. "Wenn wir nicht endlich handeln, wird das katastrophale Auswirkungen für nachkommende Generationen haben."

Nicht nur als führende Industrienation hat Deutschland dabei eine Schlüsselfunktion. Die deutsche Regierung hat mit der EU-Ratspräsidentschaft und dem G8-Vorsitz eine große Verant¬wortung für deutlich mehr Klimaschutz übernommen. Aus Brüssel hat Berlin im Dezember 2006 strikte Vorgaben zur Reduktion seiner Treibhausgase erhalten. Doch anstatt diese Vorgaben umzusetzen, überlegt die deutsche Bundesregierung gegen die Brüsseler Reduktions¬vorgaben Klage zu erheben. Diese Klage könnte dazu führen, dass der gesamte europäische Handel mit Verschmutzungsrechten zusammenbricht. Überdies wehrt sich Günter Verheugen, Vizepräsident der europäischen Kommission, gegen die Festlegung verbind¬licher Grenzen für den CO2-Ausstoß von Autos, obwohl der Autoverkehr der am schnellsten wachsende CO2-Emittent in Europa ist.

"Angesichts der düsteren Prognosen weltweiter Klimaforschung und des industriefreundlichen Verhaltens der deutschen Bundesregierung ist es nötig, dass Österreichs Bundeskanzler Gusenbauer klare Zeichen für den Klimaschutz setzt. Wir bekräftigen daher unsere Forderung nach einem Klimagipfel in Österreich möglichst vor Mitte Februar", appelliert Schickhofer an Kanzler Gusenbauer.

Weiteres richtet Greenpeace einen dringenden Aufruf an Alfred Gusenbauer, sich bei seinem Antrittsbesuch in Berlin nicht auf klimaschädliche Deals mit der industrie¬freundlichen deutschen Bundesregierung einzulassen: "Machen Sie Deutschland klar, dass Klimaschutz Priorität haben muss, Herr Bundeskanzler. Die Profit-Interessen der deutschen Autoindustrie und Energiewirtschaft dürfen keinesfalls Vorrang vor einer raschen und wirksamen Reduktion der CO2-Emissionen haben", betont Schickhofer.

Rückfragen & Kontakt:

Attila Cerman Greenpeace; Tel.: 0664-3435354
Matthias Schickhofer, Greenpeace; Tel.: 0664-6126715
Gabriela von Goerne, Greenpeace; Aktion in Paris: +49-171-8780839

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