Van der Bellen: Straches Vergleich der Medien mit antisemitischem Hetzblatt 'Stürmer' skandalös

Entspricht dem üblichen Argumentationsmuster in rechtsradikalen Kreisen

Wien (OTS) - In seiner Grundsatzerklärung zu den über ihn aufgetauchten Fotos verglich FP-Obmann Strache die Vorgehensweise der österreichischen Medien gegen seine Person mit dem Stil des 'Stürmers'. "Dieser Vergleich ist skandalös. Der 'Stürmer' war das schlimmste antisemitische Hetzblatt des Dritten Reiches, das zur Vernichtung der Juden aufgerufen hat. (Die Juden müssen 'im Interesse der Menschheit vernichtet' werden, schrieb der Stürmer 1938). Strache setzt sich damit mit den Millionen ermordeten Opfern des nationalsozialistischen Vernichtungsterrors gleich. Dieses Aufstellen von unzulässigen Vergleichen entspricht dem Argumentationsmuster, das in rechtsradikalen Kreisen üblich ist, wo etwa auch nicht zwischen dem Naziterror und der alliierten Besatzungszeit - auch von Seiten Straches - unterschieden wird", so Van der Bellen.

Straches Aussage, er habe die 'NS-Ideologie immer abgelehnt' ist zur Kenntnis zu nehmen. "Seine Distanzierung von den wehrsportähnlichen Übungen ist aber völlig unzureichend, wenn der FP-Obmann bloß davon spricht, er 'habe (...) im Wald gespielt'. Das ist die Fortsetzung der bisherigen Verharmlosung", so Van der Bellen. Neuerlich erinnert der Bundessprecher daran, dass die FPÖ Straches im Europaparlament mit antisemitischen und rechtsradikalen Parteien gerade eine Fraktion gegründet habe. "Die Nähe zur extremen Rechten ist bei Strache nicht bloß Vergangenheit, sondern Gegenwart", so Van der Bellen.

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