Strache distanziert sich in Grundsatzerklärung von allen verbrecherischen und totalitären Ideologien

"Habe mit NS-Ideologie rein gar nichts am Hut" - Gesteuerte Medienkampagne, um Höhenflug der FPÖ zu stoppen - Dringend Aufklärung der Finz-Kontakte zu Küssel notwendig

Wien (fpd) - In einer Grundsatzerklärung vor rund 70 Medienvertretern verurteilte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache zum wiederholten Male die nationalsozialistischen Verbrechen und distanzierte sich "in gebotener Schärfe und Deutlichkeit" von allen verbrecherischen und totalitären Ideologien. ****

Strache nahm auch Bezug auf die aktuelle Diskussion, in der rund 20 Jahre alte Fotos in einen völlig falschen Kontext mit unglaublichen Unterstellungen, Falschinformationen und absichtlichen Fehlinterpretationen gestellt wurden. Vor allem die Tageszeitung "Österreich" scheine hier weder die Grundregeln noch die ethische Verpflichtung eines seriösen Journalismus zu beherzigen. Dies werde Gegenstand sehr vieler gerichtlicher Verfahren sein, kündigte Strache an.

"In meinem ganzen aktiven politischen Denken, Tun und Handeln als Mandatar ist meine Position als begeisterter Demokrat vielfach und unmissverständlich dokumentiert. Mit der Ideologie des Nationalsozialismus habe ich rein gar nichts am Hut, ich lehne sie vielmehr entschieden ab. Dieses Gedankengut hat in der FPÖ nichts verloren", bekräftigte Strache.

Er, Strache habe seit vielen Jahren keinen Hehl daraus gemacht, dass er durch seine Jugendliebe, der Tochter von Norbert Burger, mit diesem persönlich bekannt gewesen sei. "Ich habe damals verschiedenste Personen und politische Positionen kennengelernt und habe meine dann gefunden: Eine demokratisch-patriotisch-freiheitliche und soziale Mitte-Rechtsposition."

Was die 20 Jahre alten Fotos aus Kärnten anbelange, stellte Strache fest, daß er in seinen jungen Jahren von soldatischen Tugenden fasziniert gewesen sei und in weiterer Folge auch seinen Dienst beim Bundesheer absolviert habe. Strache posierte jedenfalls nicht - wie mehrfach behauptet - vor einem NS-Denkmal, sondern einem Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. "Ja, wir haben Paintball an diesem Wochenende gespielt, die Schutzbrillen auf den Fotos wurden bei der Anonymisierung der Personen zwangsläufig unkenntlich gemacht. Zu Schaden ist dabei niemand gekommen, Da sind martialische Computerspiele von heute schon viel gefährlicher für die Jugend".

Strache distanzierte sich in seinen weiteren Ausführungen nicht nur von der NS-Ideologie, sondern stellte auch unmissverständlich klar:
"Es ist das Ergebnis eines persönlichen Reifungsprozesses, all jene Brücken längst schon abgerissen zu haben, die in ein Umfeld gingen oder gehen konnten, das eben diese scharfe Trennlinie nicht gezogen hat. Meine Politik und die der FPÖ ist es, ein gelebtes Distanzverhältnis zu allen Personen und Inhalten zu pflegen, welche keine klar erkennbare, scharfe Grenze in Richtung NS-Ideologie ziehen. Und diese Position ist für mich unverrückbar", so Strache.

Deutliche Worte fand Strache auch zur Pauschalverurteilung der Burschenschaften durch manche Medien. "Ich selbst bin Burschenschafter und lasse es nicht zu, diese studentische Tradition in ein völlig falsches Licht zu rücken. Denn gerade diese Studentenverbindungen wurden im Dritten Reich, nicht zuletzt wegen ihrer demokratischen Einstellung, verboten und aufgelöst. Sie wurden nach dem Krieg wieder zugelassen und viele ihrer Mitglieder haben wesentlich zum Wiederaufbau unseres Landes beigetragen. Eine Reihe von ihnen haben bedeutende Positionen erreicht, in der Wirtschaft, aber auch in der Politik, und sind wertvolle Mitglieder der österreichischen Gesellschaft. Ich kann in Kreisky-Manier nur festhalten: Meine Damen und Herren Redakteure, lernen Sie Geschichte", so Strache.

Strache präsentierte unter anderem das Titelbild des "Spiegel", Nr. 28 /2005, auf dem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit exakt jener Grußhand abgebildet sei, die man bei Strache völlig unzulässig als "Kühnen-Gruß" in miserabler propagandistischer Art und Weise zu interpretieren versuche. Allein dieses Beispiel zeige die Absurdität der Hetzkampagne gegen den FPÖ-Bundesparteiobmann. Interessant sei auch, daß anonym an die FPÖ ein Foto des ehemaligen Wiener ÖVP-Staatssekretäres Finz mit Gottfried Küssel ergangen sei, das Strache den Medienvertretern präsentierte. "Es interessiert mich jetzt schon, welche Form der Kontakte hier in bierseliger Laune zwischen ÖVP-Spitzenpolitikern mit Vertretern des Rechtsextremismus bestehen. Darüber hinaus ist immer noch ungeklärt, in welcher Form Küssel bei der JVP tätig gewesen ist", so Strache.

Sehr interessant sei es auch, eine Diskussion etwa über den ehemaligen deutschen Außenminister der Grünen, Joschka Fischer, zu führen. Christian Schmidt, ein ehemaliger linksextremistischer Kampfgenosse Joschka Fischers, schildert in seinem Buch "Wir sind die Wahnsinnigen - Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang", dass Joschka Fischer während der Zeit des linksextremistischen Terrors der berüchtigten "Roten Armee Fraktion" (RAF), der so genannten Baader-Meinhof-Bande, deren Sympathisant und "comandante" einer linksextremistischen Wehrsport- und Straßenschlachtgruppe in Frankfurt am Main war. Er nannte diese Kampforganisation "Putzgruppe", weil sie "auf den Putz" haute und die "Bullen" von der Straße "wegputzte". Diese Truppe hieß unter den Genossen bald auch "Proletarische Union für Terror und Zerstörung". Fischer trainierte mit seiner Spezialeinheit hart. Sonntags fuhr die Gruppe im geschlossenen Konvoi zu regelrechten Manövern in den Taunus, wo Fischer mit bis zu vierzig Leuten Steineschmeißen in Formation (eine Reihe tief, die nächste hoch), einen Keil bilden oder Gefangenenbefreiung in Dreiergruppen übte. In der Szene-Zeitschrift "Wir wollen alles" bekannten sich die Fischer-Terroristen offen zur "Roten Armee Fraktion", ( RAF) der Baader-Meinhof-Bande und zu deren Schusswaffengebrauch gegen die Polizei. Am 10. Mai 1976 kam es in Frankfurt zu einer weiteren Straßenschlacht, an der Joschka Fischer persönlich beteiligt war und bei der seine "Putzgruppe" alle Hemmungen fallen ließ. Eines der traurigen Ergebnisse: Die Haut eines Polizisten wurde zu 60 Prozent verbrannt, Strache: "Die Grünen sollen angesichts ihrer internationalen "Genossen" ganz leise treten, denn all diese Dinge werden wir demnächst in Österreich breit kommunizieren", kündigte Strache an.

Strache wörtlich: "Ja, ich distanziere mich von allen verbrecherischen und totalitären Regimen und verurteile diese. Ja, ich distanziere mich in aller Klarheit von den Verbrechen des Nationalsozialismus und verurteile diese. Ja, ich bekenne mich zur Republik Österreich, unserer Demokratie, unseren Gesetzen sowie unserer Verfassung, auf die ich angelobt bin und habe in meinem ganzen Handeln, Denken und Tun auch nie einen Zweifel daran aufkommen lassen. Ja, ich distanziere mich von allen Formen der Gewalt, des Hasses und politischen Fanatismus und verurteile diese in aller Schärfe. Ja, ich verurteile Rassismus, Totalitarismus und Antisemitismus. Und ich fordere endlich Fairness, Objektivität und Tatsachenbezogenheit bei dieser mehr als sensiblen Frage ein. Ich werde es nicht zulassen, mich und diese FPÖ in ein Eck zu drängen, in das wir nicht gehören".

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0003