- 29.01.2007, 10:31:17
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Frauenministerin Bures richtet Offenen Brief an die KPÖ-Frauen
Frauenpolitische Schwerpunkte: Mehr Chancen für Frauen am Arbeitsmarkt, Kampf gegen Frauenarmut und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Wien (OTS) - In einem Offenen Brief an die KPÖ-Frauen bekräftigt
Frauenministerin Doris Bures ihre politischen Schwerpunkte für die
kommenden vier Jahre. Bures erklärt weiters, dass sie mit den
Frauenorganisationen und -initiativen in einen intensiven Dialog
eintreten wird. Die Frauenministerin reagiert damit auf einen Offenen
Brief vom 17. Jänner, in dem die KPÖ-Frauen einen Kurswechsel in der
Frauenpolitik eingefordert hatten.
Sehr geehrte KPÖ-Frauen !
Nach langen Verhandlungen haben wir es geschafft, die Einrichtung
eines eigenständigen Frauenministeriums durchzusetzen. Es ist uns
gelungen, wesentliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der
Frauen in Österreich im Regierungsprogramm festzuhalten, die nun
Schritt für Schritt umgesetzt werden müssen.
Ein frauenpolitischer Schwerpunkt des Regierungsprogramms ist die
Verbesserung der Situation der Frauen am Arbeitsmarkt. Ein großer
Durchbruch ist mit der Erhöhung der AMS-Mittel um 200 Millionen Euro
gelungen. Allein 100 Millionen davon werden ausschließlich für
Weiterbildungsmaßnahmen und zur Förderung gezielter Berufsabschlüsse
von Frauen verwendet. Ziel ist es, die Frauenbeschäftigungsquote in
den nächsten vier Jahren um mindestens drei Prozentpunkte zu erhöhen
und weitere Maßnahmen zur Steigerung der Vollerwerbsquote umzusetzen.
Einen entscheidenden Fortschritt in der Vereinbarkeit zwischen Beruf
um Familie stellt die Flexibilisierung des Kindergeldes dar. In
Zukunft haben Eltern die Wahl zwischen drei Jahren Kindergeld und
einem niedrigeren Bezug oder eineinhalb Jahren Kindergeld und dem
fast doppelten Bezug. Dadurch schaffen wir für Eltern beste
Voraussetzungen Beruf und Familie zu vereinbaren.
Die Einführung einer bedarfsorientierten Mindestsicherung und eines
Mindestlohns ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die
Frauenarmut. Zudem werden Alleinerziehende, die einem besonders hohen
Armutsrisiko ausgesetzt sind, stärker unterstützt, sei es durch die
Anpassung der Familienleistungen oder durch die Reform des
Unterhaltsvorschusses.
Auch im Gewaltbereich werden wir zahlreiche Verbesserungen
verwirklichen. Neben der Weiterentwicklung in der Gesetzgebung ist es
ganz wichtig, die Interventionsstellen gegen Gewalt mit ausreichenden
finanziellen Mitteln auszustatten.
Da Frauen- und Gleichstellungsangelegenheiten alle Bereiche unserer
Gesellschaft umfassen, sehe ich diese als Querschnittsmaterie. Ich
werde mit allen Ministerinnen und Ministern eng zusammenarbeiten und
gehe davon aus, dass nicht zuletzt durch den hohen Frauenanteil in
der Regierung diesem Bereich ein besonderes Gewicht zukommen wird.
Es ist mir ein großes Anliegen, mit den verschiedenen
Frauenorganisationen und -initiativen zusammenzuarbeiten, denn nur
durch den intensiven Dialog können die Probleme aus der Praxis im
politischen Entscheidungsprozess zu einer Lösung führen.
Mit freundlichen Grüßen,
Doris Bures
Frauenministerin
Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin
Tel.: (01) 53115 - 2132
susanna.enk@bka.gv.at
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