Ö3 Klima-Check mit fast 50.000 Teilnehmern

WWF richtet Klimapetition an Bundeskanzler Gusenbauer

Wien. (OTS) - Nach einer Woche Laufzeit erreichte heute Montag die Teilnehmerzahl am Klima-Check, den der WWF gemeinsam mit Hitradio Ö3 letzte Woche durchführte, die Zahl von knapp 50.000 Teilnehmern. Der WWF dankt dem ORF für sein Engagement und setzt die Aktion auf www.klimacheck.at fort. Dort können ab sofort alle Österreicher die WWF-Klimapetition an Bundeskanzler Alfred Gusenbauer unetrschreiben. Die Auswertung des Klima-Checks hat ergeben, dass jeder Teilnehmer durchschnittlich zu 2,7 Grad Klimaerwärmung beiträgt. Die Mehrheit der Teilnehmer wäre aber bereit, einen größeren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. "Die Klimapolitik wird deshalb eine der wichtigsten Herausforderungen für die neue Legislaturperiode und ist gleichzeitig ein Prüfstein für die neue Bundesregierung", so WWF-Geschäftsführerin DI Dr. Hildegard Aichberger heute.

Der ORF zeigte letzte Woche zu dieser Problematik einen einzigartigen Klimaschwerpunkt mit zahlreichen Sendungen über die Folgen dieser Entwicklung. Das große Interesse am Klimawandel überzeugte fast 50.000 Österreicher, am Klima-Check teilzunehmen. Die Bilanz nach einer Woche Klima-Check auf www.klimacheck.at ist erschreckend: Die durchschnittliche Klimaerwärmung, die von allen Test-Teilnehmern verursacht wird, liegt bei 2,7 Grad Celsius. Alle Studien gehen heute davon aus, dass ab zwei Grad Erderwärmung katastrophale Folgen zu erwarten sind. Nach dem Stern-Report und den Studien der UNO droht ab zwei Grad Erwärmung das Abschmelzen des Grönlandeises, warnt der WWF. Ein sieben Meter hoher Anstieg des Meeresspiegels würde dadurch Millionen Menschen zu Klimaflüchtlingen machen. Auch in Österreich würde das Hochwasserrisiko im gesamten Bundesgebiet stark ansteigen. Es bleiben nur noch wenige Jahre, um durch politische Rahmenbedingungen eine Trendumkehr zu bewirken. Die überwältigende Teilnehmerzahl ist nun ein klarer Auftrag an die österreichische Politik.

Bestätigt von diesem Ergebnis des Klima-Checks richtete deshalb heute die Umweltorganisation WWF eine Petition an Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Darin wird Österreichs gravierender Beitrag zur weltweiten Klimaerwärmung kritisiert und auf die Folgen für das Land aufmerksam gemacht. Denn Österreich ist einer der größten Klimasünder in der EU. Der WWF fordert deshalb die neue Bundesregierung auf, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Konkret fordert der WWF, dass der Bundeskanzler sich zum Einsparungsziel an schädlichen Klimagasen von 30 Prozent bis zum Jahr 2020 bekennt und dabei auch die Deutsche Bundesregierung beim EU-Klimagipfel am 8. März unterstützt. Dazu braucht es jetzt einen österreichischen Klimagipfel und die Überarbeitung des Klimaschutzprogramms der neuen Bundesregierung, um damit dieses Einsparungsziel erreichen zu können. Im Rahmen eines neuen Klimaschutzprogramms für Österreich sollte allen Bürgern Anreize geboten werden um auf klimafreundliche Technologien umzusteigen. "Kraftwerke, die Industrie sowie Autos, Häuser und Elektrogeräte müssen so klimafreundlich wie möglich werden", fordert Aichberger eine ökologische Steuerreform zum Ausbau von Ökostrom und Energieeffizienz.

Der Klima-Check ergab, dass die drei größten Klimaprobleme der Österreicher das Auto fahren, der Stromverbrauch und das Fliegen mit dem Flugzeug sind. Die meisten Teilnehmer schätzen sich für wesentlich klimafreundlicher ein als sie nach dem Testergebnis sind. Unter www.klimacheck.at kann der Test auch nach dem ORF-Schwerpunkt weiterhin kostenlos durchgeführt werden. Der WWF bedankt sich bei der ERSTE-SPARINVEST für die Finanzierung des Klima-Checks.

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