Feinstaub: internationaler Kongress in Tirol

Obergurgl (OTS) - Je kleiner die Teilchen, desto tiefer atmen wir sie in unsere Lunge ein, desto gefährlicher sind sie für unsere Gesundheit. Soviel gilt zum Thema Feinstaub bislang als gesichert. Weitgehend unerforscht sind allerdings Physik und Chemie dieser Kleinstpartikel. Erstmals tagen bei einem Kongress in Obergurgl (Tirol) bis Donnerstag, 1. Februar, 80 international renommierte Experten der Aerosolpartikel und Umweltforschung aus 17 Ländern. Ihr Ziel: die Zusammensetzung von Feinstaub genauer zu verstehen und die Messbarkeit der Feinstaubbelastung in Zukunft zu verbessern.

"Feinstaub ist keineswegs eine einfache, einheitliche Masse. Hinter dem so simpel klingenden Schlagwort verbirgt sich eine ganze Armada verschiedener Partikel, die in Luft schweben. Die Durchmesser dieser Aerosolpartikel reichen von wenigen Nanometern (Millionstel Millimeter) bis 10 Mikrometer (Hundertstel Millimeter) und sie haben eine äußerst komplexe chemische Zusammensetzung", erklärt A.-Univ.-Prof. Dr. Armin Hansel vom Institut für Ionen- und Angewandte Physik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Die Erforschung von Feinstaub sei allgemein ein relativ junges Feld. Nicht zuletzt aus diesem Grund orientierten sich die bisher üblichen Messmethoden an der sehr einfach überprüfbaren Eigenschaft der Feinstäube, ihrem Gewicht.

"Entscheidend ist allerdings nicht nur die Masse dieser Partikel. Maßgeblich ist auch die Qualität der einzelnen Teilchen, damit ihre genauen chemischen und physikalischen Größen und Gestalten. Von der chemischen Zusammensetzung, der Größe und der Form ist abhängig, wie weit die Partikel in den Atemtrakt einzudringen und welche Prozesse sie dort auszulösen vermögen. Dies alles besser zu verstehen, ermöglicht eine differenziertere Aussage über die Gefährlichkeit von Feinstaub für die Gesundheit, damit über die Toxizität dieser Kleinstpartikel", so Hansel. Die "3rd International PTR-MS Conference 2007" wird vom Institut für Ionen- und Angewandte Physik der Leopold-Franzens-Universität veranstaltet.

Infos:

http://www.uibk.ac.at/ionenphysik/Tagungen/ptrms-conference/index.htm
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http://www.uibk.ac.at/ionenphysik/umwelt/index.html
http://www.uibk.ac.at/ionen-angewandte-physik/media/pr/pr0107.pdf

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