Neue "Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Provokant dreist

Klagenfurt (OTS) - Der Schelm, der Böses denkt, hat es bekanntlich faustdick hinter den Ohren. Was uns das sagt? - Dass der ÖGBsche Wahleklat vielleicht ein ganz anderer gewesen ist, als es uns der Schelm zuflüstern will.

Dreist provozierend hat es der allmächtige Beamten-Big-Boss Fritz Neugebauer vorgezogen, dem ÖGB-Erneuerungskongress fernzubleiben. Ähnlich dreist agierte er, als er seinen Gewerkschaftsfreunden in den Rücken fiel und der schwarz-blauen Pensionsunreform brav den Sanktus erteilte. Nicht weniger provokant kehrte er letztlich der Bawag-Diskussion den Rücken, die "seinen" ÖGB mit einer gestreckten Geraden beinahe ins K.o. katapultierte. Neugebauer? Der machte sich die Hände nicht schmutzig und tat so, als wäre ihm die Gewerkschaft unbekannt.

Bei so viel dreister Provokation wäre Misstrauen an der Zeit und die Frage berechtigt: Hat der mächtige GÖD-Chef seine Nicht-Wahl glatt herausgefordert? Als Sprungbrett in die GÖDsche Unabhängigkeit? Wäre ja ganz fein: Das Pfui den anderen unterjubeln, und sich selbst als Opfer dorthin vertschüssen, wohin man sich die längste Zeit gesehnt hat - in die Eigenständigkeit.

Hat der Schelm jetzt zu böse gedacht? Seis drum: Sein Wahlfiasko hat Neugebauer allemal redlich herausgefordert ...

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