"Zukunft Europa" im Zeichen der Politikverdrossenheit

Diskussionsveranstaltung zu "EU-Institutionen & Öffentlichkeit"

St. Pölten (NLK) - Im Rahmen der Trendreihe "Zukunft Europa" der NÖ Landesakademie findet am Montag, 29. Jänner, ab 10 Uhr im ORF-Landesstudio St. Pölten die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "Brüsseler Alltag: EU-Institutionen & Öffentlichkeit" statt. Welche neuen Wege zu mehr Partizipation am politischen Prozess in Europa führen können und welche Möglichkeiten es gegen die europaweite Politikverdrossenheit gibt, darüber diskutieren unter anderem Dr. Michael Spindelegger, Zweiter Präsident der Nationalrates, Dr. Roland Adrowitzer, Leiter des ORF-Büros in Brüssel, Dr. Hans Kronberger, ehemaliger EU-Abgeordneter, Mag. Ilse Stadlmann, Leiterin des NÖ Verbindungsbüros in Brüssel, sowie Dr. Christine Stix-Hackl, ehemaliges Mitglied des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg.

Mittlerweile werden mehr als 60 Prozent der Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gesellschaft in den europäischen Institutionen beschlossen, dennoch besteht eine Kluft zwischen "Brüssel" und der Wahrnehmung der Europäischen Union in der Öffentlichkeit. Trotz dieses Widerspruchs zeigte erst kürzlich eine im Auftrag der NÖ Landesakademie erstellte GfK-Umfrage eine deutlich verbesserte Einstellung der Niederösterreicher zur EU. Besonders auffallend sind in diesem Zusammenhang jene 59 Prozent, die sich von der EU-Erweiterung Vorteile erwarten. Das ist ein Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Folglich ist die Skepsis, dass die EU-Erweiterung Nachteile bringt, um 15 Prozent auf 30 Prozent gesunken. Außerdem sind 81 Prozent der Niederösterreicher stolz darauf, Europäer zu sein.

Für Mag. Alberich Klinger, Geschäftsführer der NÖ Landesakademie, hängt die deutlich verbesserte Einstellung zur EU mit dem gestiegenen Wirtschaftsoptimismus zusammen. Bürokratie und Geldverschwendung würden die Menschen zwar ärgern, ein Austritt aus der EU komme aber für viele nicht in Frage. Das Bemühen des Landes, keinen Cent an Förderungen in Brüssel liegen zu lassen, ziele darauf ab, die niederösterreichischen Interessen wirksam zu vertreten, so Klinger.

Mit der Veranstaltungsreihe "Zukunft Europa" will die NÖ Landesakademie mehr Mut zu Europa machen. Bewusstsein und Wertschätzung für europäische Kultur und Leistungen sollen geweckt und Zukunftsperspektiven in allen Lebensbereichen präsentiert werden.

Nähere Informationen und Anmeldung: NÖ Landesakademie, Renate Aschinger, Telefon 02742/294-17438.

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