ÖGB-Leutner fordert zusätzliche Korrekturen vom Sozialminister

Auch die Bekämpfung des Schwarzunternehmertums ist vordringlich

Wien (ÖGB) - "Es ist durchaus begrüßenswert, dass der neue Sozialminister die im Regierungsprogramm angekündigten Maßnahmen im Sozialbereich rasch angehen will. Tatsache bleibt aber, dass die unsozialen Maßnahmen der Pensionsreformen 2003 und 2004 dadurch nur teilweise abgemildert werden", sieht der Leitende Sekretär des ÖGB, Dr. Richard Leutner, die heute von Sozialminister Buchinger angekündigten Korrekturen im Pensionsbereich als nicht zufrieden stellend. Leutner fordert zusätzliche Korrekturen.++++

Notwendige weiter gehende Maßnahmen sind eine abschlagsfreie Schwerarbeitsregelung, eine bessere betragliche Bewertung der Kindererziehungszeiten und der Arbeitslosenzeiten. Zusätzlich muss es eine Harmonisierung des Beitragsrechtes aller Berufsgruppen unter Einbeziehung der Bauern und der Selbstständigen geben.

Leutner: "Angesicht der vor allem für ältere ArbeitnehmerInnen hoch angespannten Lage am Arbeitsmarkt auch nach 2010 muss es das Ziel sein, diesen einen Pensionsantritt zu fairen Bedingungen nach 45/40 Versicherungsjahren zu ermöglichen." Vermisst unter den vordringlichen Maßnahmen des neuen Sozialministers wird vom Leitenden Sekretär des ÖGB die angekündigten Maßnahmen zur Bekämpfung des Schwarzunternehmertums. Dazu zählt insbesondere die Anmeldung zur Sozialversicherung vor Arbeitsbeginn.(ff)

ÖGB, 25. Jänner 2007 Nr. 71

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