Leitl: Umfassende Statistik-Entlastung für österreichische Betriebe erreicht

87 Prozent der heimischen Unternehmen sind von statistischer Meldepflicht befreit

Wien (PWK050) - "Die langjährige Kooperation zwischen WKÖ und Statistik Austria zur Statistik-Entlastung der heimischen Wirtschaft trägt Früchte. 87 Prozent der österreichischen Unternehmen unterliegen keiner statistischen Meldepflicht gegenüber Statistik Austria", verkündet der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, den aktuellen Status quo der Statistik-Erhebungen unter den Wirtschaftstreibenden. Damit sei die statistische Belastung in den letzten Jahren auf ein Mindestmaß reduziert worden und die Bürokratie für die Unternehmen gesunken, dankt Leitl Statistik-Austria-Generaldirektor Peter Hackl.

Insbesondere KMU profitieren von den aktuellen Regelungen:
Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigte sind in der Regel von jeder Meldepflicht befreit. Kleinunternehmen unterliegen aufgrund von Schwellenwerten ebenfalls keiner Meldepflicht oder werden nur durch Stichproben abgedeckt. Bereits vorhandene Verwaltungsdaten erlauben es, die statistischen Informationen für diese Wirtschaftsbereiche hochzuschätzen.

"Die Daten der öffentlichen Verwaltung stellen daher eines der großen Entlastungspotentiale auch für die Zukunft dar", macht Leitl aufmerksam. Häufig seien solche Daten wegen Unterschiede in der Definition oder dem Erhebungskonzept allerdings nicht unmittelbar für die amtliche Statistik brauchbar. Dies dürfe aber kein Grund sein, die vorhandenen Informations-Ressourcen nicht zu nutzen, sondern "es müssen Wege gefunden werden, die Nutzbarkeit administrativer Daten für die amtliche Statistik zu gewährleisten und zu erhöhen", fordert Leitl. Eine rechtliche Basis, die eine konzeptionelle Abstimmung zwischen Daten sammelnden Verwaltungseinheiten und der amtlichen Statistik vorsieht, wäre dafür ein erster Schritt.

Leitl: "Die enge Zusammenarbeit zwischen WKÖ und Statistik Austria hat Österreich zu einem Vorreiter bei der erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen zur statistischen Entlastung der Wirtschaft gemacht. Nun gilt es durch eine weitreichende Verfassungs- und Verwaltungsreform in dem gesamten Bereich der "better regulation" Vorbild in und für Europa zu werden." (Ne)

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