Ramharter: Mit den Gratisdienstleistungen der Wirtschaft muß endlich Schluß sein

Warum müssen die Unternehmer noch immer gratis für den Staat arbeiten

Wien (OTS) - "Für eine Bareinzahlung beim Schalter verlangen die Banken zwischen 1,50 und 5,00 Euro, nur die Wirtschaftstreibenden müssen etliche Dienstleistungen noch immer gratis erbringen", stellt Karl Ramharter, Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer heute zu einer Aussendung von WKÖ-Präsident Leitl fest. "Es müssen nicht nur die Kosten für die Verwaltung drastisch reduziert, sondern auch und vor allem die Gratisleistungen, die die Unternehmer erbringen, endlich abgeschafft werden."

Eine Reduktion der Verwaltungskosten ist für die Unternehmer wichtig, wobei das Ziel der Reduktion um 25 %, wie von Leitl gefordert, viel zu gering ist. Wesentlich wichtiger, weil wesentlich teurer, wäre aber eine Abgeltung der Unternehmer z.B. für die Lohnverrechnung. Mit der Selbstveranlagung der Arbeitnehmer könnte man die Lohnverrechnung in den Unternehmen natürlich gleich ersatzlos streichen und so Kosten senken.

"Wobei nicht nur die Kosten ein beachtlicher Faktor sind. Der Unternehmer haftet auch für diese Dienstleistung, die er für den Staat und die Mitarbeiter ohne Entgelt erbringt", führt Ramharter weiter aus. "Das Finanzamt erhält für die Einhebung der Kammerumlage eine Provision, während die Unternehmer die diversen Inkassi von Steuern und Abgaben ohne Vergütung durchführen dürfen. Und auch hier liegt das Risiko beim Unternehmer. Niemand arbeitet gerne gratis, nur von den Unternehmern wird das nach wie vor verlangt", schloß Ramharter.
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