Wlodkowski protestiert gegen massive Ausweitung der Natura 2000-Flächen

Rücknahme der geplanten Ausdehnung in Ennstal und Niederen Tauern verlangt

Graz (AIZ) - Heftigen Protest legt Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski gegen die vorgesehene Ausweitung der Natura 2000-Flächen in der Steiermark ein. Konkret verlangt die EU-Kommission in einem bereits laufenden Vertragsverletzungsverfahren eine Vergrößerung der Natura 2000-Flächen in den Niederen Tauern um 30.000 ha und im Ennstal um 70 ha. "Diese Ausdehnung ist ein Anschlag auf die bäuerlichen Eigentümer und sachlich nicht nachvollziehbar. Schon bisher erfolgte die Ausweisung dieser Gebiete einseitig und gegen den Willen der Bauern, obwohl aus fachlicher Sicht Kerngebiete ausgereicht hätten", kritisiert Wlodkowski. "Seit Generationen bewirtschaften die Bauern ihre Flächen nachhaltig und sorgen so für die Erhaltung der Lebensgrundlagen", betont der Präsident.

In den Niederen Tauern sind dadurch zusätzlich rund 1.000 Bauernhöfe mit 20.000 ha bestem Wirtschaftswald betroffen, im Ennstal rund 30 Rinderbauern mit 70 ha äußerst fruchtbaren und ertragreichen Wiesen. "Dies ist für die Bauern katastrophal, weil dadurch ihre Höfe durch Bewirtschaftungsbeschränkungen bis hin zu Nutzungsverboten gefährdet sind. Außerdem werden jedem betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb langwierige und kostenintensive, bürokratische Hürden aufgrund notwendiger Naturverträglichkeitsprüfungen auferlegt", stellt der Kammerpräsident fest.

Forderung: Geplante Ausweitung sofort zurücknehmen

Die EU-Kommission begründet diese massive Ausweitung mit dem Schutz von Grauspecht und Haselhuhn. Wlodkowski: "Dies ist fachlich inakzeptabel, weil sich sogar Experten gegen eine Schutzstellung dieser Vogelarten aussprechen." Daher fordert der Kammerpräsident von der EU-Kommission eine sofortige Rücknahme dieser Vorhaben. (Schluss)

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