SJÖ zu Gusenbauer: Strache-Fotos nicht als Jungenstreich abtun!

Aktuelle Entwicklung der rechtsextremen Szene widerlegt Gusenbauers Aussagen

Wien (OTS) - Torsten Engelage, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), kann die gestrigen Aussagen von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer rund um die Strache-Affäre nicht nachvollziehen. "Den aktuellen Medienberichten lässt sich entnehmen, dass sich die rechtsextreme Szene derzeit wieder in Bewegung befindet. Hier braucht es eine eindeutige Positionierung seitens der Sozialdemokratie", so Engelage am Donnerstag.

Engelage verweist auf einen aktuellen NEWS-Bericht, in dem RFJ-Mitgliedern, der Jugendorganisation der FPÖ, unterstellt wird, sich an einem Treffen der rechtsextremen AFP beteiligt zu haben: "Ein Gutachten des Verfassungsexperten Heinz Mayer weist nach, dass die AFP jahrelang gegen das Verbotsgesetz verstoßen hat. Dies zeigt, dass es brandaktuelle Berührungspunkte zwischen FPÖ und dem rechtsextremen Milieu gibt. Eine Verharmlosung der Strache-Affäre ist das falsche politische Signal. Heute stehen beispielsweise in Vorarlberg zwei Skinheads vor Gericht, die einen Lehrling fast zu Tode geprügelt haben. Der Umgang mit der Strache-Affäre hat auch Modellcharakter für den Umgang unserer Gesellschaft mit Rechtsextremismus."

Abschließend bezieht sich Engelage auf die aktuelle Berichterstattung der Tageszeitung "Österreich", die Verbindungen zwischen den Strache-Fotos und den Wehrsportübungen der rechtsextremen Szene der 1980er und 1990er Jahre herstellt: "Das waren keine Kindergeburtstage, sondern Veranstaltungen, an denen sich nach dem Verbotsgesetz verurteilte Personen beteiligt haben. Auch wenn sich Strache nichts strafrechtlich Relevantes zu Schulden kommen lassen hat, so sind die Aussagen Gusenbauers das falsche politische Signal."

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