GLOBAL 2000: Fliegen ist die klimaschädlichste Art der Fortbewegung

Billiges Fliegen kommt uns teuer zu stehen

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert aufgrund des anhaltenden Klimawandels, dass die ungerechtfertigte Subventionierung des Flugverkehrs aufgehoben und dass Fliegen einen klimagerechten und ökologisch fairen Preis bekommt. "Fliegen ist rund 50 Mal klimaschädlicher als Bahnfahren, trotzdem nimmt der Anteil des Flugzeugs als Reisemittel dramatisch zu", warnt Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000. "Eine große Schwachstelle beim Kyoto-Protokoll ist, dass die Emissionen des internationalen Flugverkehr nicht einberechnet werden. Deshalb muss Fliegen vollständig in die Maßnahmen zum Klimaschutz einbezogen werden, nicht nur der innerösterreichische Flugverkehr." Derzeit werden in Österreich nur rund zehn Prozent der realen Treibhausgasemissionen in die Emissionsbilanz eingerechnet. Den Flugverkehr in den umstrittenen Emissionshandel einzubeziehen, wie von der EU-Kommission angedacht, ist nicht die Lösung des Problems. Die wirkliche Stellschraube ist die Abschaffung der einseitigen Subventionierung des Flugverkehrs.

Obwohl Fliegen die klimaschädlichste Art der Fortbewegung ist, wird Fliegen auf vielerlei Arten subventioniert. Während AutofahrerInnen für Treibstoff Mineralölsteuer zahlen und auch Strom und Diesel der ÖBB besteuert werden, ist Kerosin steuerfrei. Auch Flugtickets sind steuerbefreit, im Gegensatz zur Eisenbahnfahrkarte. So genannte Billigfluglinien werden subventioniert, wenn sie bestimmte Regionalflughäfen anfliegen. "Diese Wettbewerbsverzerrung hält die Preise für das Fliegen künstlich niedrig und führt zum exorbitanten Anstieg der Emissionen beim Flugverkehr. Gleichzeitig wird dadurch das klimafreundlichste Verkehrsmittel Bahn empfindlich geschädigt", so Högelsberger abschließend.

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