Renovierung des Stifts Klosterneuburg geht in die nächste Phase

Pröll: Derzeit größtes denkmalpflegerisches Projekt in NÖ

Wien (OTS) - Bereits im Jahre 1974 wurde mit der
Generalrenovierung des Stifts Klosterneuburg begonnen, wobei in die entsprechenden Umbau- und Renovierungsmaßnahmen bis zum Frühjahr 2006 rund 34 Millionen Euro geflossen sind. Für die kommenden drei Jahre wurden nun die weiteren Maßnahmen festgelegt, für deren Erledigung in Summe 3,15 Millionen Euro bzw. 1,05 Millionen Euro pro Jahr aufgebracht werden müssen.

Im Anschluss an die heutige Kuratoriumssitzung in der Prälatur des Stiftes teilte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit, dass das Land Niederösterreich von der jährlich aufzuwendenden Summe 260.000 Euro übernehmen werde. Vom Bund werden 160.000 Euro und von der Erzdiözese sowie von der Stadt Klosterneuburg je 15.000 Euro beigesteuert. Die restlichen 600.000 Euro bringt das Stift selbst auf.

"Beim Stift Klosterneuburg handelt es sich um das größte denkmalpflegerische Projekt, das wir derzeit in Niederösterreich haben. Ich hoffe, dass wir mit dem nun beschlossenen Plan weiterhin so gut mit der Renovierung vorankommen", betonte Pröll. Für Niederösterreich sei die Renovierung dieses Stiftes sowohl hinsichtlich des wirtschaftlichen Aspektes bzw. der Arbeitsplatzsicherung als auch im Zusammenhang mit dem erstarkenden Kulturtourismus von großer Relevanz. Des Weiteren hätten die heute lebenden Generationen auch Verantwortung für das Erbe der Vorfahren zu tragen, so der Landeshauptmann.

Für das heurige Jahr ist in Klosterneuburg zunächst die Renovierung der insgesamt 5.600 Quadratmeter des Kirchendaches der Stiftsbasilika geplant. In diesem Rahmen müssen 197.000 bunt glasierte Biber-Dachziegel verlegt werden. Ebenso muss die Fassade der Basilika erneuert werden. 2008, zur 900-Jahr-Feier der Kirche, soll deren Innen- und Außenrenovierung abgeschlossen sein.

Eine Neugestaltung will man in den kommenden Monaten und Jahren auch dem Hof des Kreuzganges, dem so genannten Kreuzgarten, angedeihen lassen; ab 2009 soll der Hof den Charakter eines in mittelalterlichen Klöstern üblichen Kreuzgartens mit den für diese Zeit typischen Pflanzen erhalten. Dazu muss die in den 1980er Jahren hier geschaffene Betondecke abgetragen werden, wobei im Zuge dessen auch eine archäologische Untersuchung durchgeführt wird. Zudem sollen Drainagen verlegt werden, die künftig die gezielte Ableitung des Oberflächenwassers gewährleisten.

Weiters betreffen die demnächst anstehenden Renovierungsvorhaben die Sanierung der Einfriedungsmauer des Schiefergartens und der Mauerreste der ehemaligen Kunigundenkapelle sowie die Renovierung von Dach und Fassade des Sattlerturmes und zweier Fassadenseiten der Chorfrauenkirche. Auch der Jungherrengarten soll einer Umwandlung unterzogen werden.

Die Generalsanierung des Stifts Klosterneuburg soll bis zum Jahr 2014, in dem das Stift sein 900-jähriges Jubiläum feiert, abgeschlossen sein.

Nähere Informationen: Stift Klosterneuburg, Dr. Peter Schubert, Shirley Brückler, Telefon: 02243/411-183, e-mail:
verlag@stift-klosterneuburg.at bzw. presse@stift-klosterneuburg.at.

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