AUVA präsentiert erste Unfallstatistik 2006

- Weniger Arbeitsunfalltote als 2005 - Mehr Berufskrankheitenfälle aufgrund einer erfolgreichen Nachsorgeaktion

Wien (OTS) - Die erste Auswertung der Schadenstatistik der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) für das Jahr 2006 liegt vor. Demnach ereigneten sich im vergangenen Jahr deutlich weniger tödliche Arbeitsunfälle (189) als im Vorjahr (219, minus 13,7 Prozent!), während die Zahl der anerkannten Arbeitsunfälle geringfügig gestiegen ist (von 120.271 auf 124.748, plus 3,7 Prozent). Eine signifikante Steigerung gegenüber dem Vorjahr gibt es leider bei den Berufskrankheiten-Todesfällen (von 69 auf 85, plus 23,2 Prozent), während die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten nur geringfügig zugenommen hat (von 1.249 auf 1.293, plus 3,5 Prozent). Eine Steigerung gibt es auch bei den anerkannten Schülerunfällen (von 54.979 auf 57.523, plus 4,6 Prozent).

AUVA-Obmann Komm.-Rat Helmut Klomfar zu dieser Entwicklung: "Die höhere Zahl an so genannten anerkannten Arbeitsunfällen ergibt sich vor allem daraus, dass der AUVA - nicht zuletzt aufgrund des Entgeltfortzahlungszuschusses - mehr Unfälle als früher gemeldet werden. Darunter befinden sich allerdings etliche "Bagatellunfälle". Wie viele Arbeitsunfälle auf Grund ihrer Schwere wirklich meldepflichtig sind, können wir erst in ein paar Monaten sagen, wenn unsere Daten mit den Daten der Krankenversicherungen abgeglichen sind. Wir sind jedoch für jede Meldung dankbar, weil sie wichtige Informationen für die Prävention liefern. Wirklich aussagekräftig ist schon jetzt die Zahl der tödlich verlaufenen Arbeitsunfälle. Und da liegen wir deutlich unter dem Schnitt der letzten Jahre".

Die Steigerung der Berufskrankheitenfälle, vor allem der Todesfälle, führt Klomfar vor allem auf die von der AUVA gestartete Kampagne zur Nachbetreuung von ehemaligen Versicherten zurück, die seinerzeit mit Asbest gearbeitet haben: "Unsere Leistungspflicht endet nicht mit der Pension, wenn es sich um eine Berufskrankheit handelt."

AUVA-Obmann Klomfar zusammenfassend: "Die neuesten Zahlen zeigen deutlich auf, dass wir unsere Präventionsmaßnahmen noch stärker als bisher auf die häufigsten Unfallursachen und auf die meistgefährdeten Branchen konzentrieren müssen. Noch heuer wird eine österreichweite Kampagne gegen Sturz und Fall in der Arbeit und in der Schule starten. Dabei werden die Menschen auf die Sturzgefahren in ihrer täglichen Umgebung aufmerksam gemacht und erhalten Lösungen zu ihrer Beseitigung angeboten."

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