Die ÖVP und das Aber

In den Umfragen hat die Volkspartei Oberwasser - fehlt noch der Neuanfang.

Wien (OTS) - Niemand weiß besser als die ÖVP, dass Umfragen und die Realität nur wenig miteinander zu tun haben: Vor den Wahlen in den Umfragen vorne, aber die Wahlen verloren; nach den Wahlen weit hinter der SPÖ, aber die Regierungsverhandlungen gewonnen; nach der Regierungsbildung wieder vorne, aber . . .

Auf dieses Aber muss die Volkspartei aufpassen.

Sie ist derzeit in der klar besseren Position. Während Alfred Gusenbauer sich abmüht, mit Personality-Interviews und der Bekanntgabe von Diät-Tipps vom Unmut in der SPÖ abzulenken und dem vorschnell verliehenen Bild des - Volkskanzlers - gerecht zu werden, stellt die ÖVP den Reserve-Kanzler: Wilhelm Molterer gibt den Takt vor und vermittelt die Kraft des Handelns.

Gleichzeitig ist die Volkspartei aber in einer Phase des
Umbruchs oder zumindest des erwarteten Umbruchs. Eine sogenannte Perspektivengruppe soll jene Erneuerungssubstanz finden, die personell (Molterer Parteichef, Schüssel Klubobmann) noch nicht signalisiert wird.

Die von Josef Pröll geleitete und seit Monaten tätige Gruppe wird sehr bald konkreter werden müssen, als sich auf Phrasen wie "breiter", "offener", "bunter" zu beschränken. Sonst droht das große Aber.

Andreas Schwarz

Rückfragen & Kontakt:

KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
Email: Innenpolitik@Kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0002